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Für eine pestizidfbefreite Landwirtschaft

Vision Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem landwirtschaftlichen Pestizideinsatz befasst. Daraus sind der Pestizid-Reduktionsplan Schweiz und weitere Studien hervorgegangen. Sie zeigen, dass der Pestizideinsatz in der Schweiz stark reduziert werden kann und dass längerfristig eine Landwirtschaft ohne Pestizide möglich und nötig ist. Der weitgehende Verzicht auf Pestizide kann zukünftig der Schweizer Landwirtschaft zu wichtigen Marktvorteilen verhelfen.
Die Schweiz gehört zu den Ländern mit einem besonders hohen Pestizideinsatz. Ein grosser Teil dieses Gifteinsatzes ist nicht notwendig. Bis 2020 könnte er mit gut umsetzbaren Massnahmen um über 50% reduziert werden. Dies zeigt der Pestizid-Reduktionsplan Schweiz, den Vision Landwirtschaft im Mai 2016 publiziert hat.

Doch längerfristig braucht es einen Paradigmenwechsel. Eine Nahrungsmittelproduktion, die abhängig ist von einem permanenten Einsatz von Giften, hat keine Zukunft. Eine giftfreie Landwirtschaft ist keine Utopie, sondern machbar. Auch dies zeigen Studien u.a. von Vision Landwirtschaft, vor allem aber auch viele Landwirtschaftsbetriebe, die längst ohne Pestizide auskommen. Für die Vision einer pestizidfreien Zukunft der Schweizer Landwirtschaft konnte Vision Landwirtschaft fast 30 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Gesundheit, Technik und Konsum gewinnen. Nun braucht es noch die tatkräftige Unterstützung der Politik und der Bundesverwaltung. 

Die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft liegt in einer Qualitätsproduktion, welche sich vom Ausland absetzt - und dies nicht nur auf dem Papier, sondern mit handfesten Tatbeweisen. Eine pestizidfreie Produktion ist ein Alleinstellungsmerkmal, das für Mensch und Umwelt enormen Mehrwert bringt, das sich exzellent kommunizieren lässt und das sich viele KonsumentInnen wünschen. Kaum ein anderes Land hat so gute Voraussetzungen und so viele öffentliche Mittel, um eine solche Landwirtschaft zu realisieren wie die Schweiz. Es gibt also keinen Grund, noch länger mit einer engagierten Umsetzung zuzuwarten.
Beiträge zum Thema
17.10. 2018

Ohne Pestizide Europa ernähren

Ohne Pestizide Europa ernähren

Wenn die Europäerin, der Europäer sich mehr von Getreide, Obst und Gemüse, Eiweisspflanzen und weniger von Fleisch, Eier, Fisch und Milchprodukte ernähren würde, wäre Europa im Jahr 2050 in der Lage, alle ihre EinwohnerInnen zu ernähren. Und dies durch eine nachhaltige, ökologische und klimafreundliche Landwirtschaft, die ohne Pestizide auskommt. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des französischen «Institut für Nachhaltige Entwicklung und Internationale Beziehungen» (IDDRI).

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15.10. 2018

Tierische und menschliche Gesundheit durch Gift bedroht

Tierische und menschliche Gesundheit durch Gift bedroht

Weil das Nervengift Chlorpyriphos anerkanntermassen gefährlich ist - und zwar für die Menschen wie auch für die Tierwelt - prüft der Bund dessen Verbot bis Ende Jahr. Bisher konnten Umweltverbände wie Greenpeace und der WWF bei der Zulassung von Pestiziden nicht mitreden. Das Bundesgericht entschied in einem wegweisenden Urteil, dass Umweltverbände auch Einsicht in die Akten haben sollen. Doch nun sperrt sich das Bundesamt für Landwirtschaft: es will den Umweltverbänden nicht die ganze Einsicht gewähren, sondern nur die Zusammenfassung der Studien. 
> > Zum Artikel von Saldo
> > Faktenblatt von Vision Landwirtschaft «Ephosin zur Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelanbau
»

FERNSEHBEITRAG 12.10. 2018

Können wir unsere Insekten noch retten?

Können wir unsere Insekten noch retten?

Wissenschaftler schlagen wiederholt Alarm. Die Zahl der Insekten geht drastisch zurück: Bis zu 70 Prozent von ihnen sind bereits verschwunden. Zu viele Pestizide und der Lebensraumverlust lassen ihnen keine Chance. Können wir sie noch retten, oder ist es bereits zu spät?

Zwei Fernsehsendungen informieren, rütteln auf zeigen mögliche Lösungswege auf.

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BEITRAG 8.10. 2018

Ein Hoch auf die ungespritzten Hochstammäpfeln!

Ein Hoch auf die ungespritzten Hochstammäpfeln!

Vision Landwirtschaft sucht ungespritzte Äpfel von Hochstamm-Obstbäumen. Angesprochen sind sowohl Biobetriebe wie auch konventionelle, die den ökologischen Leistungsnachweis einhalten. Sie sollten mindestens 300 Kilogramm Tafeläpfel und/oder 1000 Kilogramm Mostäpfel aus ungespritztem Hochstammanbau liefern können – alle Sorten sind willkommen. 

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20.9. 2018

Bund will Pestizidgrenzwerte in Gewässern nun doch massiv erhöhen

Bund will Pestizidgrenzwerte in Gewässern nun doch massiv erhöhen

Eine starke Erhöhung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern schlug das Bundesamt für Umwelt bereits 2017 vor. Im Rahmen der Vernehmlassung wurde dies von der Mehrheit der befragten Organisationen, einschliesslich dem Bauernverband, teilweise scharf kritisiert. Vision Landwirtschaft wies in einer ausführlichen Stellungnahme darauf hin, dass mit der geplanten Erhöhung das Vorsorgeprinzip verletzt werde, das gemäss Umweltschutzgesetz für Pestizide verbindlich anzuwenden ist. 

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RADIO SRF, RENDEZ-VOUS / 4.9. 2018

Insektensterben - lieber weiter forschen statt handeln

Insektensterben - lieber weiter forschen statt handeln

Der Bauernverband lanciert zusammen mit den Naturfreunden Schweiz und den Bienenzüchtern eine Petition. Diese fordert den Bund auf, die Ursachen des Insektensterbens aufzuklären.

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3.9. 2018

Anreize, weniger zu spritzen, helfen den Gewässern kaum

Anreize, weniger zu spritzen, helfen den Gewässern kaum

Der Kanton Bern führt seit 2017 ein Projekt zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes durch. 3200 Landwirtschaftsbetriebe machen mit. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 60 Millionen Franken - zusätzlich zu den bestehenden Direktzahlungen.

Jetzt liegen erste Resultate vor. Sie sind ernüchternd: Die Pestizidgrenzwerte werden trotz des Projektes in den beprobten Bächen weit überschritten, so dass selbst von einer akuten Schädigung der Fische auszugehen ist.

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TAGES-ANZEIGER / 31.8. 2018

Ausgezwitschert auf dem Acker - Zusammenbruch der Vogelpopulationen

Ausgezwitschert auf dem Acker - Zusammenbruch der Vogelpopulationen

Im Ackerbaugebiet der Schweiz wurde der Vogelbestand in 26 Jahren dramatisch reduziert - über alle Arten gesehen um mehr als die Hälfte. Einzelne Arten stehen vor der Ausrottung in der Schweiz. Pestizide, eine ausgeräumte Agrarlandschaft und die sehr intensive Bewirtschaftung sind die Gründe. Den Vögeln geht schlicht die Nahrung aus - Insekten und Sämereien. Zudem fehlt es an Strukturen für Brutplätze.

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WISSENSCHAFTLICHE ARTIKEL 21.8. 2018

Bio-Anbau möglicherweise effektiver als Pestizide

Bio-Anbau möglicherweise effektiver als Pestizide

Mit einer umfangreichen Analyse zeigten französische ForscherInnen, dass "Unkräuter", die in Bio-Kulturen noch regelmässig vorkommen, den Ackerpflanzen helfen, den Befall von Parasiten und Krankheitserreger in Schach zu halten. Die Studie kommt zum Schluss, dass Pflanzen gerade ohne den Einsatz von Pestiziden, die sie schützen sollen, weniger krank werden.

>> Zur französischen Zusammenfassung der Studie

BEITRAG 21.8. 2018

Pestizide könnten bald überflüssig sein

Pestizide könnten bald überflüssig sein

Auf Blättern und Wurzeln, Blüten und Samen lebt eine äusserst vielfältige Gemeinschaft an Bakterien, Pilzen und Viren. Eine grosse Zahl davon sind Nützlinge, die die Krankheitsabwehr der Kulturpflanzen stärken und ihr Wachstum fördern. Ihre Erforschung ist derzeit in vollem Gange. Die ForscherInnen hoffen, durch ihre gezielte Nutzung einst auf den Einsatz von Pestiziden ganz verzichten zu können. 

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BEITRAG 18.8. 2018

Anwendungsverbot von Herbiziden im Siedlungsraum

Anwendungsverbot von Herbiziden im Siedlungsraum

In der Schweiz gilt zum Schutz der Gewässer seit 2001 ein generelles Anwendungsverbot für Herbizide auf Strassen, Wegen, Plätzen, Terrassen und Dächern, da die giftigen Substanzen von dort leicht in die Gewässer gelangen. Das Herbizidverbot gilt generell für alle: Private, GärtnerInnen, Unterhaltsdienste, Gemeinden und Kantone. Die Chemikalien-Risiko-Reduktionsverordnung regelt diesen Verbot im Anhang 2.5. Das Problem: fast niemand weiss es!

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8.8. 2018

Inforama zeigte neue Wege auf, um den Pestizideinsatz zu reduzieren.

Inforama zeigte neue Wege auf, um den Pestizideinsatz zu reduzieren.

Lösungen gibt es dank bewährter Technologien und bald auch mit modernen Robotern. Sie können den Einsatz von Pestiziden massiv reduzieren. Der Kanton Bern ist zu diesem Thema besonders aktiv und hat darum interessierte Landwirtinnen und Landwirte diesen Sommer eingeladen um Maschinen und Pestizidreduktionsverfahren kennenzulernen.

400 interessierte Bauern sind gekommen. In drei Posten zeigten die Organisatoren den Besuchern verschiedene Anbauverfahren und technische Möglichkeiten, um das Ausbringen von Pestiziden zu reduzieren. Gezeigt wurde unter anderem in Zuckerrüben der Einsatz eines Jätroboters, der in diesem Jahr von der Berner Fachhochschule für Testzwecke eingesetzt wird oder ein Schmotzer-Hackgerät mit Kamerasteuerung und Hangneigungs-Sensor. 

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4.8. 2018

Gemüse aus dem Schweizer Supermarkt: Pestizide inbegriffen

Gemüse aus dem Schweizer Supermarkt: Pestizide inbegriffen

Eine aktuelle Stichprobe von K-Tipp zeigt: fast jedes konventionell produzierte Gemüse aus dem Schweizer Supermarkt ist pestizidbelastet. Ob importiert oder aus dem Inland machte keinen Unterschied. 

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25.7. 2018

Pestizidstatistik des Bundesamts für Landwirtschaft

Pestizidstatistik des Bundesamts für Landwirtschaft

Gestern veröffentlichte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die Statistik für den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln im Zeitraum von 2008 bis 2016. Insgesamt sind die vermarkteten Mengen seit 2008 nahezu unverändert hoch bei rund 2200 Tonnen pro Jahr. Schätzungsweise 85 bis 90 Prozent davon werden in der Landwirtschaft ausgebracht. Im Durchschnitt macht dies pro Jahr mehr als 7 Kilogramm pro Hektare Ackerland, Gemüse-, Obst- und Weinbau[1]. Auffallend ist, dass es immer noch nicht möglich ist zu wissen, wohin welche Menge dieser Gifte hingeht. Erfasst werden lediglich die Verkaufszahlen, nicht aber die ausgebrachten Mengen. Die Pestizidanwendung in der Schweiz ist leider immer noch weitgehend eine Blackbox. Wann, wo und wieviel Gift auf Pflanzen, Insekten und andere Lebewesen in Wasser, Boden und Luft kommt, weiss niemand.

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12.7. 2018

Schweizer Bauernverband startet Image-Kampagne für Pestizide

Schweizer Bauernverband startet Image-Kampagne für Pestizide

Mit einer aufwändig gestalteten Broschüre ist der Bauernverband in seine Kampagne zur Verteidigung des landwirtschaftlichen Pestizideinsatzes gestartet. Drastische Bilder von verpilzten Früchten, verfressenem Gemüse und verunkrauteten Feldern sollen klar machen, dass wir ohne Pestizide rasch verhungern würden.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 28.6. 2018

Getreidebau: Pestizidfrei produzierende Bauern vernetzen

Getreidebau: Pestizidfrei produzierende Bauern vernetzen

Die Landwirte Christian Meier und Bruno Künzli stehen stellvertretend für viele, die zwar nicht Biolandbau betreiben, denen es aber heute gelingt, IP-Suisse-Brot-Getreide ohne Fungizide, ohne Insektizide, ohne Halmverkürzer und sogar ohne Herbizide zu produzieren. Eine anspruchsvolle Herausforderung zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie, die viel Beobachtungsgabe, Kalkül und Verstand verlangt. Pestizidfrei anbauende Landwirte zu unterstützen und zu vernetzen ist eines der Ziele des Projekts «Pestizidfreie Schweizer Landwirtschaft» von Vision Landwirtschaft.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / 27.6. 2018

Pestizidfreie Produktion im Gemüseanbau

Pestizidfreie Produktion im Gemüseanbau

René Sgier, Betriebsleiter «Hansjürg Imhof Bioprodukte» in Schwerzenbach (ZH), denkt praktisch. Er baut auf 70 Hektaren Gemüse an – ohne Pestizide. Er führt den grössten Gemüsebetrieb unter Demeter Richtlinien in der Schweiz. Einen Zauberstab hat er nicht, aber er beobachtet, denkt, wägt ab und trifft intelligente betriebswirtschaftliche Entscheide. Er erklärt ohne Ideologie, dafür mit sehr viel Sachverstand, was er sich unter einer guten Agrarpraxis vorstellt: etwa Sortenwahl, geeignete Standorte und Förderung von Nützlingen.Den Boden pflegt er so, dass er möglichst in seiner Struktur erhalten bleibt und die Lebewesen in ihm gut gedeihen können. Damit schafft er von Anfang an ein gutes Klima für gesunde Pflanzen.

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STUDIE 27.5. 2018

Der «Stumme Frühling» reloaded

Der «Stumme Frühling» reloaded

Lebensgrundlagen in Gefahr

Das Ökosystem und wichtige Lebensgrundlagen sind wegen dem heutigen Einsatz von Pestiziden ernsthaft in Gefahr. Das ist das Fazit einer neuen Studie der deutschen nationalen Akademie der Wissenschaften «Leopoldina». Ihr Titel «Der stumme Frühling: Zur Notwendigkeit eines umweltverträglichen Pflanzenschutzes», erinnert an den Weckruf von Rachel Carson im 1962. 

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STUDIE 22.5. 2018

Pestizidfreier Tafelobstanbau auf Hochstammbäumen ist wirtschaftlich attraktiv

Pestizidfreier Tafelobstanbau auf Hochstammbäumen ist wirtschaftlich attraktiv

Im Rahmen des Projektes «Pestizidfreie Tafelobstproduktion auf Hochstammbäumen» der IG Kulturlandschaft untersuchte ein Maturand die Wirtschaftlichkeit verschiedener Obst-Produktionssysteme. Zudem befragte er KonsumentInnen zur Akzeptanz von ungespritztem Tafelobst. Die Hochstamm-Tafelobstproduktion erweist sich erstaunlicherweise als viel rentabler als diejenige im Intensivanbau. Selbst wenn die Früchte zum Grosshandelspreis verkauft würden, wäre der Verdienst beim Hochstamm-Anbau höher. Mindestens ein Drittel der gegenwärtigen Tafelobstproduktion der Schweiz könnte so produziert werden. Die befragten KonsumentInnen stehen der pestizidfreien Produktion sehr interessiert gegenüber und sind bereit, mehr zu bezahlen. Kleine Makel an den Früchten sind kein Problem, wenn die KundInnen um die pestizidfreie Produktion wissen. Fast alle Befragten wünschen sich eine verbesserte Information zu den Produktionsbedingungen. 

>> Zur Studie "Wirtschaftlichkeit einer pestizidfreien Hochstamm-Obstproduktion" (pdf)

INTERVIEW 22.5. 2018

«Ich komme irgendwann vollständig ohne Pestizide aus»

«Ich komme irgendwann vollständig ohne Pestizide aus»

Im Obstgarten und in der kleinen Baumschule von Helmut Müller und Monika Bühler fühlt man sich wie im Paradies. Hier gedeihen mehr als 380 Apfelsorten, mehr als 120 Birnensorten, mehr als 60 Zwetschgen- und Pflaumensorten sowie Kirschen und Trauben. Helmut und Monika kultivieren viele, auch sehr seltene Sorten. Die Früchte werden direkt ab Hof verkauft: Als Tafelobst oder in Form von Most und Cidre, der auch von Bioläden vertrieben wird. Cidre aus ihren Äpfeln hat es sogar zu Weltberühmtheit gebracht. Der Thurgauer Landwirtschaftsbetrieb setzt seit 30 Jahren auf biologische Produktion und generiert auf einer Fläche von lediglich 10 Hektaren ohne sogenannte «Intensivkulturen» genug Einkommen für den Vollerwerbsbetrieb. Und dies trotz den bescheidenen Preisen, zu denen Monika und Helmut ihre hochwertigen Bioprodukte verkaufen.

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NZZ / 18.5. 2018

Gefährdung von Vögeln: Schweiz ist Spitzenreiterin

Gefährdung von Vögeln: Schweiz ist Spitzenreiterin

Die Schweiz ist alles andere als ein Paradies für Vögel. Im internationalen Vergleich sind in unserem Land besonders viele Arten bedroht. Die intensive Bewirtschaftung des Kulturlandes und ein hoher Einsatz von Pestiziden gehören laut Experten zu den wichtigsten Gründen.

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9.5. 2018

Pestizide gefährden Weiden und Wiesen

Pestizide gefährden Weiden und Wiesen

Wiesen und Weiden spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der biologischen Vielfalt: Sie tragen zu einem bunten Artenmix sowie vielfältigen Lebensräumen bei. Beides ist wichtig für zahlreiche Lebewesen. Wenn störende Pflanzen weggespritzt werden, etwa zugunsten von mehr Futterertrag, dann gehen ebensolche Lebensräume verloren. 

Blacken, Jakobskreuzkraut, Ackerkratzdisteln und Brennesseln werden mehrheitlich mit Glyphosat-Produkten und der Rückenspritze punktuell bekämpft. Die ausgebrachten Pestizidmengen halten sich durch diese Einzelstockbehandlungen zwar in Grenzen dennoch besteht die Gefahr eines möglichen Eintrag von Pestiziden in die Gewässer und ins Grundwasser. 
Ein Graphikerlehrling hat sich dem Sujet angenommen und ein Warnplakat gestaltet. Vielleicht warnen die Bauern hierzulande künftig damit die Wanderer...

Copyright: Vecker Idee, Homer Graphik

 

30.4. 2018

Neonikotinoide: Verbot nun auch in der Schweiz

Ähnlich wie damals DDT galten Neonikotinoide als Wundermittel im Kampf gegen Insekten in der Landwirtschaft. Entsprechend breit wurden die Gifte in den letzten zwei Jahrezehnten eingesetzt. Bereits in minimalsten Mengen schädigen Neonikotinoide das Nervensystem von Insekten. Immer mehr Studien wiesen in den letzten Jahren gravierende Schäden an Ökosystemen oder auch an Bienen nach.

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ZEITUNGSARTIKEL 27.4. 2018

Bioland Schweiz und Pestizideinsatz

Dass der Einsatz von Pestiziden gesenkt werden muss, ist politischer Konsens. Die flächendeckende Umstellung auf Biolandbau wäre ein grosser Schritt in diese Richtung. Das FiBL hat untersucht, wie viel Pestizide in der Schweiz dabei eingespart würden.  Im Acker- und Grasland, also auf 90 % der Fläche, würde eine Mengenreduktion um 98,5 % resultieren. Bei den Spezialkulturen könnten von der Menge her zwar nur 20 % eingespart werden, doch nur vier der noch verwendeten Pestizide natürlichen Ursprungs sind umweltschädlich und müssten mittelfristig ersetzt werden.

>> Zur Studie vom FiBL

16.4. 2018

Schleichende Vergiftung der Wildtiere durch Pestizide

Die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie (SGW) widmete sich bei ihrer jährlichen Fachtagung der Frage, welchen Einfluss der verbreitete Pestizideinsatz in der Schweiz auf die Wildtiere hat. Die präsentierten Studien zeigen ein verheerendes Bild: Bis 95% der eingesetzten Gifte landen nicht bei den Zielpflanzen, sondern gelangen direkt in die Umwelt. Unsere Wildtiere werden schleichend vergiftet.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 29.3. 2018

Pestizidfreie Gemüseproduktion: Gute Agrarpraxis und gesunder Menschenverstand

René Sgier, Betriebsleiter «Hansjürg Imhof Bioprodukte» in Schwerzenbach (ZH), denkt praktisch. Er baut auf 70 Hektaren Gemüse an – ohne Pestizide. Er führt den grössten Gemüsebetrieb nach Demeter-Richtlinien in der Schweiz. Einen Zauberstab hat er nicht, aber er beobachtet, denkt, wägt ab und trifft intelligente betriebswirtschaftliche Entscheide. Er erklärt ohne Ideologie, dafür mit sehr viel Sachverstand, was er sich unter einer guten Agrarpraxis vorstellt: etwa Sortenwahl, geeignete Standorte und Förderung von Nützlingen. Den Boden pflegt er so, dass er möglichst in seiner Struktur erhalten bleibt und die Lebewesen in ihm gut gedeihen können. Damit schafft er von Anfang an ein gutes Klima für gesunde Pflanzen.

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TAGES-ANZEIGER / 8.3. 2018

Bundesgericht knackt Blackbox der Pestizidzulassung

Das Bundesgerichtsurteil hat international wegweisenden Charakter: Erstmals erhalten Umweltverbände ein Einspracherecht gegen die Zulassung von Pestiziden. Damit findet die von zahlreichen Organisationen seit Jahren bekämpfte Intransparenz des Pestizid-Zulassungsverfahrens ein Ende. Das Bundesamt für Landwirtschaft wehrte sich zusammen mit der Agroindustrie bis zuletzt mit allen Mitteln gegen eine Öffnung des "wissenschaftlichen" Geheimverfahrens.
Das Urteil dürfte den Pestizid-Zulassungsprozess wesentlich sicherer machen und dazu beitragen, dass für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit untragbare Pestizide weniger häufig bewilligt und Pestizidskandale zukünftig eher verhindert werden können.

>> Zum Artikel im Tages-Anzeiger

5.3. 2018

Vision Landwirtschaft lehnt Erhöhung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern ab

Vision Landwirtschaft hat sich ausführlich mit der Vernehmlassung zur neuen Gewässerschutzverordnung befasst und lehnt jede Erhöhung der Pestizidgrenzwerte für Oberflächengewässer ab. Die Erhöhung setzt politisch ein komplett falsches Zeichen und ist auch aus umweltrechtlicher Sicht nicht haltbar.

>> Zur Stellungnahme
>> Zur Medienmitteilung

VISION LANDWIRTSCHAFT / BAUERNZEITUNG / 16.2. 2018

Schweiz hat Pestizideinsatz nicht im Griff

In der Bauernzeitung skizziert Andreas Bosshard, Geschäfstführer von Vision Landwirtschaft, einen Weg hinaus aus der Pestizid-Sackgasse.

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TOPAGRAR / 10.2. 2018

In Österreich ist schon jede vierte Gemeinde glyphosatfrei

Immer mehr Kommunen ergreifen die Initiative und erklären sich selbst für "pestizidfrei". Deutschlandweit sollen bereits 160 Städte und Gemeinden auf Glyphosat und andere Pestizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen verzichten. In Österreich ist es gar jede vierte Gemeinde. >> mehr

Das Deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) wies vor kurzem auf die gravierenden Risiken glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel für die biologische Vielfalt hin und empfiehlt die Anwendung in Deutschland so schnell wie möglich zu beenden. >> mehr

Die Schweiz hinkt da noch gewaltig hintenher. Das hiesige Bundesamt für Landwirtschaft verteidigt Glyphosat "aus wissenschaftlichen Gründen" noch immer durch Dick und Dünn.  

NEWSLETTER 9.2. 2018

Projekt «Pestizidfreie Schweizer Landwirtschaft» ist lanciert

Dass es ohne Pestizide geht, halten viele noch für eine Utopie. Hunderte von Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz und weltweit beweisen jedoch täglich, dass auch ohne regelmässigen Gifteinsatz eine wirtschaftliche, produktive Landwirtschaft möglich ist. Einer pestizidbefreiten Schweizer Landwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen ist das ehrgeizige Ziel eines neuen Projektes von Vision Landwirtschaft. Eine grosse Zahl an Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Gesundheit und Konsum stehen hinter dieser Vision.

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SALDO / 7.2. 2018

Weinbau: Wohnen im Sprühnebel

Pestizid-Sprühflüge über Rebbergen müssen gemäss Gesetz Sicherheitsabstände von 20-60 m gegenüber Strassen, Gebäuden oder Gewässern einhalten. Doch Kontrollen gibt es praktisch keine. Massive Verstösse sind an der Tagesordnung.

>> Mehr im Saldo-Artikel

TIERWELT / 31.1. 2018

Auslaufmodell Glyphosat

Vor Kurzem hat die EU mit ganz knapper Mehrzeit der zuständigen Kommission die Zulassung von Glyphosat nochmals um fünf Jahre verlängert. Die Diskussionen um das umstrittene Herbizid gehen aber weiter. Die Schweiz wartet vorerst ab. Ein Verbot von Glyphosat dürfte jedoch nur noch eine Frage der Zeit sein.

Im Artikel in der Tierwelt weist Vision Landwirtschaft darauf hin, dass Glyphosat nicht nur ein Herbizid ist, sondern auch ein - von Monsanto patentiertes - Antibiotikum. Dadurch ist das Gift für die Bodenfruchtbarkeit besonders problematisch.

>> Zum Artikel

18.1. 2018

Trinkwasser-Initiative eingereicht

Die heute mit gut 114'000 Unterschriften eingereichte Volksbegehren mischt die Landwirtschaftspolitik gehörig auf. Seit klar ist, wie gut die Initiative bei der Bevölkerung ankommt, herrscht beim Bauernverband Konsternation. Mit Vorliebe schickt er nun Biobauern vor, die erzählen sollen, dass sie ihre Produktion bei Annahme der Initiative aufgeben müssten. Dabei wird gelogen was das Zeug hält.

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RADIOBEITRAG 4.1. 2018

Aktionsplan Pestizide des Bundes ungenügend

In einem Beitrag in den Morgennachrichten von Radio SRF verteidigt Eva Reinhard, Vizedirektorin des Bundesamtes für Landwirtschaft, den besonders hohen Pestizideinsatz in der Schweiz. Vision Landwirtschaft verweist auf die haushoch verfehlten Ziele des Bundes zur Reduktion des Pestizideinsatzes. Selbst der Ökologische Leistungsnachweis, ein Grundpfeiler der Schweizer Agrarpolitik, werde in der Praxis beim Pestizideinsatz schlicht nicht vollzogen.

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18.12. 2017

Weihnachten steht vor der Tür – und Sie suchen einen ökologischen Weihnachtsbaum?

Auch bei den Weihnachtsbäumchen ist einheimisch nicht immer auch ökologisch. Doch es gibt mehr und mehr Produzenten, die sich um einen nachhaltigen Anbau bemühen und ganz oder auf einen Teil der Pestizide verzichten.

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14.12. 2017

Kantonsregierung vertuscht gravierende Probleme beim Pestizideinsatz im Walliser Weinbau

Während Jahren hat es die Walliser Regierung versäumt, die systematischen Gesetzesverletzungen beim Pestizideinsatz im Walliser Weinbau anzugehen. Bis heute tut sie alles, die Probleme einzunebeln und schreckt auch nicht vor groben Fehlaussagen zurück.

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UVEK BERN / 9.12. 2017

Bund erlaubt zukünftig 3600 Mal mehr Glyphosat in Gewässern

Statt Rahmenbedingungen zu schaffen, unter welchen die Landwirtschaft die Gewässer nicht mehr mit Pestiziden vergiftet, passt der Bund lieber die Pestizidgrenzwerte an. Beim Glyphosat darf es in Zukunft in den Gewässern gleich 3600-mal mehr sein. Ein absurdes politisches Zeichen in einer Zeit, in der weltweit über ein Verbot des Umweltgiftes diskutiert wird.

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SCHWEIZER BAUER / 2.12. 2017

Trinkwasserinitiative kurz vor der Einreichung

Die "Trinkwasserinitiative" trifft den Nerv der Zeit. Einem kleinen Initiativkomitee um Franziska Herren ist es in wenigen Monaten gelungen, über 100'000 Unterschriften zusammenzubringen, und dies bis vor kurzem ohne Unterstützung von grösseren Organisationen. Mitte Januar soll die Initiative im Bundeshaus eingereicht werden.
Die Person, die Überlegungen und die Motive, die hinter der Initiative stehen, kommen in einem ausführlichen Interview mit der Initiantin im "Schweizer Bauer" zur Sprache. Franziska Herren handelt als besorgte Bürgerin, die nicht mehr bereit ist, eine umweltzerstörende Landwirtschaft mit Milliarden an Steuergeldern weiter in Richtung Industrialisierung zu pushen. Sie spricht damit offensichtlich sehr vielen Konsumenten und Bürgerinnen aus dem Herzen.

>> Zum Interview im "Schweizer Bauer"

TAGS-ANZEIGER / 13.11. 2017

Pestizidfreier Maisanbau fast ohne Ertragseinbussen möglich

Lediglich 0,5-1% geht der Maisertrag zurück, wenn auf Pestizide verzichtet wird. Dieser Ertragsrückgang sei deutlich geringer als erwartet, sagt Robert Finger, Professor an der ETH Zürich, welcher die Studie erstellt hat. Die Nettokosten steigen dabei lediglich um 1-2 Euro pro Hektar. Diese Zahlen wurden mit einem sehr detaillierten Modell für Norddeutschland berechnet. Sie dürften weitgehend auf die Schweiz übertragbar sein. Die Ertragseinbussen bei einem Pestiidverzicht werden gemäss Finger generell überschätzt. Er wird deshalb mit seinem Modell nun weitere Kulturen genauer unter die Lupe nehmen.

>> Zum Artikel im Tages-Anzeiger

NZZ AM SONNTAG / 12.11. 2017

Geht es auch ohne Pestizide?

Der Weg zu einer Landwirtschaft ohne Pestizide wird kein Spaziergang. Wo die Klippen und Herausforderungen liegen, setzt ein ausführlicher Artikel in der NZZ am Sonntag auseinander.

>> Zum Artikel

ARTE DOKUMENTARFILM / 17.10. 2017

Gesundheits- und Umweltschäden durch Glyphosat

Glyphosat verursacht gravierende gesundheitliche Schäden. Beispielsweise Krebs, oder Missbildungen bei Neugeborenen, wenn Schwangere mit dem Herbizid in Kontakt gekommen sind. Die gesundheitlichen Folgen sind in Regionen mit intensivem Glyphosateinsatz katastrophal. Auch die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Böden sind gravierend.

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12.10. 2017

IP-Suisse verabschiedet sich von Glyphosat

Mit dem Verbot des umstrittenen Herbizids Glyphosat beim Label-Getreideanbau vollzieht IP-Suisse einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung pestizidreduziertem Ackerbau. Für schwierige Situationen sind vorläufig noch Sonderbewilligungen möglich. Die Regelung tritt bereits ab 2018 in Kraft.

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10.10. 2017

Pestizide in Lebensmitteln - ein kurzer Überblick

Noch begleiten uns Pestizide in der Schweiz auf Schritt und Tritt. In der Landschaft, auf dem Teller, im Trinkwasser. Dass die Biodiversität unter dem hohen Pestizideinsatz stark leidet, ist heute unbestritten. Unklar ist, wie schädlich die Gifte für den Menschen sind. So oder so ist es gut zu wissen, wo sie überall vorkommen und wie wir sie vermeiden können - hier eine kurze Zusammenstellung (Tageszeitung "20 Minuten").

25.9. 2017

Glyphosat: Frankreich geht mit Verbot voran

Als erstes Land in Europa hat Frankreich dem Seilziehen um die Giftigkeit von Glyphosat ein Ende gesetzt. Per 2022 wird das Unkrautvernichtungsmittel sowohl in der Landwirtschaft wie für den privaten Gebrauch verboten.

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TAGES-ANZEIGER / INTERVIEW 7.9. 2017

Paradigmenwechsel hin zu einer pestizidfreien Produktion

Vision Landwirtschaft setzt sich für eine Weichenstellung hin zu einer weitgehend pestizidfreien Nahrungsmittelproduktion ein. Mittelfristig sei dies keine Utopie, sondern eine grosse Chance für die Schweizer Landwirtschaft, wie Andreas Bosshard, Agrarökologe und Geschäftsführer von Visionlandwirtschaft, im Interview ausführt. Eine Landwirtschaft, die nur mit permanentem Gifteinsatz funktioniert, habe dagegen keine Zukunft. Die Schweiz sei prädestiniert, mit mutigen Schritten voranzugehen.

>> Zum Interview (pdf)

VISION LANDWIRTSCHAFT, MEDIENMITTEILUNG / 6.9. 2017

Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: Ungenügende Antwort auf die Probleme des hohen Pestizideinsatzes

Der Unmut über die ungelösten Folgeprobleme des hohen Pestizidverbrauchs in der Schweiz hat in der Bevölkerung stark zugenommen. Der heute vom Bundesrat verabschiedete Nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel (NAP) ist trotz Verbesserungen gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf eine ungenügende Antwort. Der Fokus der Massnahmen liegt vor allem in technischen Optimierungen, wo die Schweiz relativ wenig Nachholbedarf hat. Zahlreiche wirksamere Massnahmenvorschläge einer breiten Allianz, die sich für einen engagierten Aktionsplan und eine Vorreiterrolle der Schweizer Landwirtschaft einsetzt, sucht man im NAP vergebens. Der Aktionsplan bleibt selbst hinter dem vom Bund einst gesetzten Pestizidreduktionsziel auf 1500 Tonnen pro Jahr zurück. Unverständlich bleibt insbesondere das Fehlen eines Konzeptes, wie die zusätzlichen Massnahmen zu finanzieren sind. Damit droht dem Aktionsplan das Schicksal eines Papiertigers. 

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TV SRF 10VOR10 / 29.8. 2017

Zwei Drittel der Bevölkerung will Reduktion des Pestizideinsatzes

Laut einer aktuellen Studie wollen zwei Drittel der Bevölkerung, dass der Bund sich für eine Reduktion der Spritzmittel einsetzt. Im September 2017 wird der Bundesrat dazu einen Aktionsplan vorstellen. Umstritten ist u.a., ob die Pestizidindustrie, die gegenwärtig vom Bund mit Millionen an Steuergeldern unterstützt wird, stärker zur Kasse gebeten werden sollen.

>> zum TV-Beitrag

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FERNSEHBEITRAG / KASSENSTURZ / 13.6. 2017

Fehlerhafte Zulassungen von Pestiziden durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Vertrauliche Daten zeigen, dass das BLW bei der Zulassung von Pestiziden wissentlich zu hohe Risiken eingeht. Die Folge: Auch wenn die Bauern beim Spritzen alle Vorschriften einhalten, landen die eingesetzten Giftstoffe in zu hohen Konzentrationen in den Gewässern und schädigen dort die Lebewesen.

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SONNTAGSBLICK / KASSENSTURZ / 4.6. 2017

Wildwuchs beim Pestizideinsatz in der Schweiz

Selbst die largen Schweizer Vorschriften zum Pestizideinsatz werden hierzulande grossflächig missachtet. Dies haben Recherchen von Vision Landwirtschaft  im Zuge der Vorarbeiten zum Pestizid-Reduktionsplan Schweiz ergeben.

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WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 26.5. 2017

Pestizideinsatz im Walliser Weinbau - Praxis, Gesetzgebung und Vollzug

Im Rahmen der Recherchen für den Pestizid-Reduktionsplan Schweiz hat Vision Landwirtschaft 2013 auch den Rebbau genauer unter die Lupe genommen. Im Wallis sind dabei systematische und gravierende Misstände beim Einsatz von Pestiziden ans Tageslicht gekommen.

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WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 7.3. 2017

Neuer UNO-Bericht: Pestizide behindern statt sichern die Ernährung der Weltbevölkerung

Ein neuer UN-Expertenbericht geht mit der Pestizidindustrie scharf ins Gericht. Ihr wird die systematische Verleugnung von Pestizidschäden, die Verbreitung nicht haltbarer Informationen sowie Marketing mit agressiven, unethischenTaktiken vorgeworfen. Dass Pestizide zur Ernährung der Menschheit notwendig seien, sei ein Mythos, der einer sachlichen Grundlage entbehre.

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3.3. 2017

Prosecco: Boykottaufruf bewirkt Abkehr von Pestiziden

Boykottaufruf wirkte: Prosecco-Produzenten verabschieden sich von Glyphosat & Co.

"Italiens Schaumwein soll in Zukunft ohne Glyphosat prickeln", titelte der Tages-Anzeiger. Hintergrund: Der überbordende Pestizideinsatz in den Rebbergen der Prosecco-Region löste in der Bevölkerung Kritik und Ängste aus. Die Behörden blieben untätig. Da löste in kurzer Zeit der Markt das Problem. In Medienartikeln wurde empfohlen, Prosecco zu ächten und auf Champagner umzustellen. Das rüttelte den Chef des Prosecco-Konsortiums auf. Gegen starken Widerstand aus den eigenen Reihen rief er umgehend ein Verbot von drei besonders üblen Pestiziden aus.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / ZEITUNGSARTIKEL 24.2. 2017

Pestizide: Ein auslaufendes Geschäftsmodell?

Immer mehr Pestizide müssen vom Markt genommen werden, weil sie zu giftig  oder nicht mehr wirksam sind. Auf vier wegfallende Pestizide bringt die Agroindustrie lediglich noch ein neues Mittel auf den Markt. Es ist absehbar, dass sich das Geschäftsmodell der Pestizidbranche zunehmend zu Tode läuft. Deshalb sei es wichtig, frühzeitig auf Alternativen zu setzen. Das schreibt Andreas Bosshard, Geschäftsführer von Vision Landwirtschaft, in einem Gastbeitrag in der "Bauernzeitung".
Er reagiert damit auf die Klagen der Gemüsebranche, die sich in einem Frontartikel der Zeitung für eine largere Pestizid-Zulassung stark macht und am hohen Pestizideinsatz festhalten will.

NZZ AM SONNTAG / ZEITUNGSARTIKEL 19.2. 2017

Pestizide: Lasche Bewilligungspraxis des Bundes - Grossverteiler nehmen Heft selber in die Hand

Seit Jahren wird das Bundesamt für Landwirtschaft für seine lasche Bewilligungspraxis von Pestiziden kritisiert. Regelmässig hinkt die Schweiz hinter der EU her. Giftstoffe, die in vielen Ländern Europas verboten sind, dürfen in der Schweiz weiterhin eingesetzt werden. Die Grossverteiler nehmen das Heft zunehmend selber in die Hand.

>> Artikel in der NZZ am Sonntag

Verwandte Beiträge

STUDIE 6.2. 2017

Atlas der Agrarkonzerne 2017

Die Produktion von Lebensmitteln hat immer weniger mit bäuerlicher Landwirtschaft, mit traditionellem Handwerk und einer intakten Natur zu tun. Sie ist heute weltweit vor allem ein einträgliches Geschäft von wenigen großen Konzernen, die sich die Felder und Märkte international untereinander aufteilen und den permanenten Geldmittelabfluss aus der Landwirtschaft sicherstellen. Der Konzernatlas 2017 bringt Licht in die Zusammenhänge der Agroindustrie und zeigt, wer wo welche Geschäftsfelder betreibt.

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ZEITUNGSARTIKEL 16.1. 2017

Pestizide: Syngenta setzt Forscher unter Druck

Fallen Resultate von Studien, welche von grossen Agrochemiefirmen mitfinanziert werden, nicht nach ihrem Gusto aus, werden die Forscher unter Druck gesetzt. Dies zeigt die New Your Times am Beispiel von Syngenta auf. Auch Agroscope ist betroffen.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 17.12. 2016

Christbäume: Ist regional produziert auch nachhaltig?

Der Anteil an Schweizer Weihnachtsbäumen nimmt zu. Doch Schweizer Herkunft ist nicht immer auch eine ökologische Produktion. Ein Projekt von Vision Landwirtschaft und Coop zeigt, wie sich beides verbinden lässt.

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TAGES-ANZEIGER / 9.11. 2016

Pestizide: Schweizer Bauern übertreiben es

Würden die Bauern den ökologischen Vorgaben der offiziellen Agrarpolitik folgen, wäre der Pestizidverbrauch um ein Fünftel niedriger. 

<< Zum Artikel in "Der Bund"

VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 26.10. 2016

Die Schweizer Landwirtschaft braucht einen mutigen Aktionsplan Pestizide

Diese Woche endet die Anhörungsfrist zum Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel (NAP). Vision Landwirtschaft unterstützt die Ausarbeitung eines Aktionsplans und insbesondere den vom Bund formulierten Anspruch, die vorhandenen Verbesserungsmöglichkeiten konsequent zu nutzen und damit sicherzustellen, dass Pestizide "so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig" eingesetzt werden. Von diesem Auftrag und Ziel ist der vorliegende NAP-Entwurf des Bundes allerdings noch weit entfernt.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 25.5. 2016

Pestizid-Reduktionsplan Schweiz: Breites Bündnis für eine starke Reduktion des hohen Pestizideinsatzes in der Schweiz

In der Schweiz werden deutlich mehr Pestizide verwendet als nötig. Der Pestizideinsatz liesse sich bis 2020 um über 50% reduzieren. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Pestizid-Reduktionsplan von Vision Landwirtschaft hervor, dessen Forderungen von einem breiten Bündnis aus Landwirtschafts-, Trinkwasserversorger-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen mitgetragen werden. Der Pestizid-Reduktionsplan zeigt machbare Alternativen zur heutigen Verwendung von Pestiziden auf und ergänzt damit den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, den der Bundesrat in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung senden wird.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / BUCH 1.5. 2016

Pestizid-Reduktionsplan Schweiz

Pestizid-Reduktionsplan Schweiz

Der Pestizid-Reduktionsplan liefert Analysen zur Pestizidsituation in der Schweiz und zeigt auf, was möglich und nötig ist, um die Pestizidbelastung von Mensch und Umwelt massgeblich und unter Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben zu reduzieren. Der Pestizid-Reduktionsplan, den Vision Landwirtschaft im Mai 2016 publizierte, ergänzt den Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes mit kritischen Analysen und zeigt weitgehende Alternativen zum derzeit intensiven Pestizideinsatz in der Schweiz auf.
27 Organisationen tragen die Stossrichtung des Pestizid-Reduktionsplans mit.

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AQUA & GAS / WISSENSCHAFTLICHE ARTIKEL 1.1. 2016

Pollution des eaux par les pesticides

Un relevé effectué en 2012 sur la pollution par les pesticides de cinq cours d’eau de taille moyenne a montré que des critères de qualité écotoxicologiques et des exigences légales n’étaient souvent pas remplis ("Pollution des eaux par les pesticides" dans Aqua & Gas N°4 / 2016, Auteurs: Simon Spycher, Johannes Hunkeler,  Andreas Bosshard, Fritz Häni) . Pour réduire les apports de pesticides provenant des surfaces agricoles, il existe – outre des mesures en bordure de champ (p. ex. des bandes tampons) – de nombreuses possibilités d’agir efficacement sur les surfaces de production elles-mêmes. L’article dans Aqua&Gas donne un aperçu des optimisations les plus importantes.

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SRF / FERNSEHBEITRAG 11.11. 2015

Glyphosat soll verboten werden

Umweltverbände und Politiker wollen Glyphosat in der Schweiz verbieten. Glyphosat ist das am meisten verwendete Spritzmittel auf der Welt und ist auch in Lebensmittel enthalten. Die WHO schätzt es seit kurzem als krebserregend ein.

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NATURE / WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 13.10. 2015

Zwei Neonikotinoide schädigen Bienenköniginnen

Ein internationales Forscherteam unter Schweizer Führung zeigen in einer neuen Studie, dass zwei Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide schon bei feldtypischen Konzentratioinen gravierende Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Bienenköniginnen haben. So würden ganze Bienenvölker geschädigt. Diese Auswirkungen wurden bei der Zulassung übersehen, obschon Tests an Bienen durchgeführt werden müssen.

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ÄRZTINNEN UND ÄRZTE FÜR UMWELTSCHUTZ (AEFU), GREENPEACE UND KONSUMENTENSCHUTZ / MEDIENMITTEILUNG 5.10. 2015

Verbot von Glyphosat gefordert

In den nächsten Monaten werden die Behörden sowohl in der Schweiz wie auch in der EU über die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden. Die WHO hat das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die Kalifornische Umweltbehörde will es definitiv als krebserregend einstufen. Doch damit nicht genug: Untersuchungen der Universität Leipzig machen das Herbizid auch für missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. Zudem bringen sie weitere schwere gesundheitliche Probleme beim Menschen mit Glyphosat in Verbindung. Die Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace und der Schweizer Konsumentenschutz fordern ein sofortiges Glyphosat-Vebot. Ein weiterer Glyphosat-Einsatz sei unter diesen Umständen nicht zu verantworten.

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INFOSPERBER / ZEITUNGSARTIKEL 13.8. 2015

Symbiose von BLW und Pestizidindustrie

Die Intransparenz des Schweizer Zulassungsverfahrens für Pestizide wurde von Vision Landwirtschaft wiederholt kritisiert und als eine Ursache für Missstände im Pestizidbereich bezeichnet. In einem gut recherchierten Artikel beschreibt die Web-Plattform infosperber nun detailliert die Funktion dieser Blackbox.

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GREENPEACE / WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 15.5. 2015

Pestizide und unsere Gesundheit: die Sorge wächst

"Viele Studien verdeutlichen die statistischen Zusammenhänge zwischen der Pestizidexposition und einem höheren Risiko für Fehlentwicklungen, neurologische und immunologische Störungen sowie einiger Krebsarten. Exponiert sind vor allem LandwirtInnen und GärtnerInnen", laut die Analyse der Fälle von Pestiziexposition von verschiedenen bestehenden Studien. Vision Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Erarbeitung eines eigenen Aktionsplanes einem befürchteten Alibi-Aktionsplan des Bundes eine fundierte Alternative entgegenzusetzen und zusammen mit anderen Akteuren eine markante Minderung des Pestizideinsatzes in der Schweiz zu erreichen.

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AQUA & GAS / WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 22.4. 2015

Gefährliche Pestizide für Wild- und Honig-Bienen

Es ist nicht neu, dass die Schweizer Gewässer mit zahlreichen Pestiziden belastet sind. Eine neue Studie zeigt, dass die Belastung von Insektiziden und Fungiziden bisher unterschätzt wurde. Von acht Insektiziden wurden Konzentrationen über den chronischen Qualitätskriterien gemessen. Die elevanten Substanzen waren Pyrethroide, Organophosphate und Neonicotinoide.

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FAKTENBLATT 5.4. 2015

Ephosin zur Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelanbau: Zulassung widerspricht ÖLN

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat Ende Dezember 2014 auf Druck einiger Kartoffelproduzenten Ephosin für die Bekämpfung von Drahtwürmern im Kartoffelanbau zugelassen.  Ephosin enthält das enorm toxische Nervengift Chlorpyriphos und ist in anderen Ländern Europas verboten. Die Zulassung widerspricht in eklatanter Weise dem Ökologischen Leistungsnachweis ÖLN und zeigt, dass das Pestizid-Zulassungsverfahren zu einer weitgehenden Farce verkommen ist.
>> zum Faktenblatt

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3SAT / FERNSEHBEITRAG 16.3. 2015

Die kruden Methoden der Pestizidbranche

Mit Pestiziden machen Firmen wie Syngenta und Bayer Milliardenumsätze. Um ihren Absatz zu sichern, ziehen die Unternehmen alle Register. Ein neuer Film auf 3sat zeigt, wie Wissenschafter, Politiker und Behörden beeinflusst, genötigt, bedroht werden, wenn es darum geht zu verhindern, dass die Anwendung gefährlicher Pestizide eingeschränkt wird.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / STELLUNGNAHME 12.12. 2014

Anhörung des Bundes: 4. Revision der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV): Stellungnahme von Vision Landwirtschaft

Der hohe Pestizideinsatz der Schweizer Landwirtschaft und die vielfältigen schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und in einigen Fällen auch auf die menschliche Gesundheit gehören aus Sicht von Vision Landwirtschaft zu einem der vordringlichsten Probleme was die mangelhafte Nachhaltigkeit der Schweizer Landwirtschaft angeht. Verbesserungen sind entsprechend dringend nötig und wichtig. Das Ziel der Schweizer Politik und Gesetzgebung muss es sein, sicherzustellen, dass die Schweiz im Bereich des Chemikalieneinsatzes in der Landwirtschaft die bestehenden Probleme proaktiv angeht und eine Vorreiterrolle übernehmen kann. Auf Ebene ChemRRV als problematisch wertet Vision Landwirtschaft den Vorschlag, die Regulierung und Bewilligung der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, Biozidprodukten und Düngern aus der Luft vom Bund an die Kantone zu delegieren.

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BIOLAND E.V. / MEDIENMITTEILUNG 25.10. 2014

Verbot besonders gefährlicher Pestizide

Eine kleine Südtiroler Gemeinde hat in einem Referendum mit 75% der Stimmen gegen den Einsatz von Pestiziden in ihrer Region gestimmt. Sie fordert ein sofortiges Verbot besonders gefährlicher Gifte und eine Pestizidabgabe.

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NATURE GENETICS / WISSENSCHAFTLICHER FACHBERICHT 24.8. 2014

Vergleichende Erbgutanalyse von Bienen weltweit

Bienen haben es weltweit schwer. Im Fachjournal "Nature Genetics" wird über neue Erkenntnisse zum weltweiten Bienensterben berichtet. Die Bienenvölker weisen eine größere genetische Varianbilität auf als sie bei anderen Haustieren zu finden ist. Die Vermutung, dass Inzucht eine Rolle beim Bienensterben spielen könnte, ist damit widerlegt.

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ZENTRUM DER GESUNDHEIT / WISSENSCHAFTLICHE ARTIKEL 20.8. 2014

Genetisch veränderte Pflanzen fördern Resistenzen bei Insekten

Durch die ständige Präsenz von Insektengiften, welche in den Blättern von genetisch manipulierten Pflanzen produziert werden, haben sich Plagen durch resistente Insekten entwickelt. Dies räumte der britische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittel ein. Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde empfiehlt aus diesem Grund Landwirten, 40% nicht gentechnisch modifiziertes Saatgut anzubauen, um ein Rückzugsgebiet für die nicht-resistenten Insekten zu schaffen.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / KOMMENTAR 9.7. 2014

Neonikotinoid-Insektizide verursachen Umweltdesaster

Neonikotinoid-Insektizide verursachen Umweltdesaster
Nur 5% des eingesetzten Neonikotinoid-Giftes schützt effektiv die Pflanzen, der Rest gelangt auf vielfältigen Wegen in die Umwelt und schädigt die Ökosysteme in der weiteren Umgebung. Quelle: Goulson/Nature, 2014.

Neonikotinoide sind hochwirksame, aber unspezifisch wirkende Insektizide. Sie werden auch in der Schweizer Landwirtschaft in vielen Kulturen grossflächig eingesetzt, insbesondere im Raps, Getreide, in der Gemüseproduktion und im Obstbau. Bereits unvorstellbar geringe Mengen genügen, um das Nervensystem von Insekten letal zu schädigen. 
Hinweise mehren sich, dass der breite Einsatz von Neonikotinoiden in der Landwirtschaft nicht nur - wie in den letzten Monaten viel diskutiert - den Bienen zusetzt, sondern zu einem drastischen Rückgang der Insektenpopulationen insgesamt in der Ackerbaulandschaft führt. Dadurch wird die ganze Nahrungsmittelkette in Mitleidenschaft gezogen. Der Grund liegt darin, dass die Neonikotinoide relativ gut wasserlöslich sind und sich nur langsam abbauen. Lediglich 5% des Pestizids bleibt im Durchschnitt dort, wo es wirken soll - nämlich auf oder in den angebauten Pflanzen - der Rest gelangt in die Böden, in die Gewässer und in die Luft und vergiftet grossflächig die Ökosysteme (s. Abb. unten). 

Gemäss einer aktuellen Untersuchung, welche in der Wissenschaftszeitschrift "Nature" publiziert wurde, nehmen Populationen von insektenfressenden Vögeln bereits bei Konzentrationen in Oberflächengewässern von lediglich 20 Nanogramm Imidacloprid, eines verbreitet eingesetzten Neonikotioniods, jährlich um 3,5% ab. Der Grenzwert gemäss gegenwärtiger Umweltgesetzgebung in der Schweiz liegt bei 100 Nanogramm pro Liter. 

Der Grund für den Rückgang der Vogelpopulationen sind nicht Vergiftungserscheinungen, sondern die fehlende Insektennahrung. Im Kommentar der Zeitschrift Nature wird eine Parallele gezogen zwischen dem Umweltdesaster durch das Insektizid DDT, das in den 1950er und 1960er Jahren grossflächig eingesetzt wurde, und dem heutigen Einsatz von Neonikotinoiden. 

Ein rasches, vollständiges Verbot der besonders heimtückischen Neonikotinoid-Insektizide durch den Bund ist aus Sicht von Vision Landwirtschaft dringend und unumgänglich. Wir fordern darüber hinaus verantwortungsvolle Landwirte auf, freiwillig auf das Gift zu verzichten. Ebenso sind Verarbeiter und der Handel gefordert, konsequent nur noch Produktionsweisen zu berücksichtigen, die ohne den Einsatz von Neonikotinoiden ihre Kulturen anbauen. Dazu gehört das IP-Suisse und das Bio-Label. Beide zeigen, dass eine nachhaltige, produktive Landwirtschaft auch ohne solche problematischen Gifte möglich ist.



BLW / MEDIENMITTEILUNG 21.5. 2014

Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Der Bundesrat hat sich für einen Aktionsplan ausgesprochen, um Risiken von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren und deren nachhaltige Anwendung zu fördern. Zwei Jahre arbeitete die Bundesverwaltung an der Beantwortung des Postulats Moser und der Erfüllung der Motion der Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie.

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GREENPEACE, PRO NATURA, SVS/BIRDLIFE SCHWEIZ UND WWF / MEDIENMITTEILUNG 18.5. 2014

Pestizideinsatz in der Schweiz: Bevölkerung zahlt die Zeche

Was kostet uns der Einsatz von Pestiziden? Dieser Frage gingen Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und der WWF nach und liessen die finanziellen Nebenwirkungen des Schweizer Pestizideinsatzes berechnen. Das Ergebnis: Der Gifteinsatz verursacht Kosten von jährlich 50 bis 100 Millionen Franken. Mit einer Pestizidabgabe sollen die Verursacher der Umweltschäden deshalb künftig zur Kasse gebeten werden.

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SALDO / ZEITUNGSARTIKEL 14.5. 2014

Vergiftete Hochstamm-Obstgärten

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat 2014 für den Hochstamm-Kirschenanbau eine Sonderbewilligung für das Insektizid Dimethoat erteilt – dies, obwohl das Nervengift auch für den Menschen besonders problematisch ist, obwohl es Alternativen gibt, und obwohl Pflanzenschutzexperten vom Einsatz abraten.
Hochstamm-Obstgärten werden mit hohen Ökobeiträgen unterstützt. Dass trotzdem intensiv Pestizide eingesetzt werden können, ist ein inakzeptabler Widerspruch. Vision Landwirtschaft hat sich der Thematik angenommen und setzt sich für einen weitgehend pestizidfreien Hochstamm-Obstbau ein, wie das bereits heute Tausende von Bauern erfolgreich praktizieren.

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FIBL / FAKTENBLATT 27.3. 2014

Unterschätzte Wildbienen

Neuere Untersuchungen zeigen, dass Wildbienen und andere Wildbestäuber bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen eine entscheidende Rolle spielen. Ihre Häufigkeit und ihre Artenvielfalt haben in den letzten Jahrzehnten jedoch stark abgenommen – mit nachteiligen Auswirkungen auf die Landwirtschaft. 

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EAWAG / MEDIENMITTEILUNG 5.3. 2014

Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen

"Schweizer Flüssen sind voller Pestizide" titelte 20 Minuten Anfangs März, als die EAWAG ihre neuesten Untersuchungsresultaten zur Pestizidbelastung der Schweizer Flüsse publizierte. Besonders präsent waren Unkrautverteilgungsmittel, aber auch Fungizide und Insektizide fanden sich regelmässig. Von insgesamt rund 300 in der Schweiz eingesetzten Wirkstoffen wurden 104 in den Gewässern nachgewiesen. Die Summe aller Pestizide war in 78% der Proben grösser als der Anforderungswert der Gewässerschutzverordnung. Da Mischproben analysiert wurden, folgern die Forscher, dass die kurzfristigen Spitzenkonzentrationen teils vielfach höher liegen müssen und für einzelne Substanzen über der Grenze liegen dürften, ab der sie akut toxisch wirken. Der Grossteil der Pestizide stammt aus der Landwirtschaft.

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SALDO / ZEITUNGSARTIKEL 19.2. 2014

Pestizide: Behörden spielen Risiken herunter

In Hunderten Lebensmittelproben fanden Kantons-Chemiker landwirtschaftliche Pestizide, die für Bienen Gift sind. Die systemischen Pestizide, die von den Pflanzen aufgenommen werden und von Innen Schadinsekten abtöten sollen, können auch dem Menschen schaden. Die EU-Behörden warnen. Die Schweizer Ämter kümmerts wenig.

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SRF / FERNSEHBEITRAG 22.1. 2014

Weniger spritzen bei gleicher Ernte – geht das?

Die Schweizer Bauern sollen die Pestizide weiter zurückfahren, ohne Ertragsausfälle zu erleiden. Der Bund arbeitet zurzeit an einem neuen Aktionsplan zum verbesserten Schutz der Natur. Die IP-Suisse-Bauern – immerhin ein Drittel aller Bauern – haben in Zusammenarbeit mit den Grossverteilern den Einsatz gewisser Spritzmittel beim Getreide schon deutlich eingeschränkt.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 1.9. 2013

Pestizide : Französische Bauern lösen Bewusstseinswandel aus

Die Landwirtschaft ist stolz über ihre immer höheren Erträge und ihre Rolle als Ernährerin der Menschheit. Ohne synthetische Pestizide wäre das heutige Produktionsniveau der konventionellen Landwirtschaft undenkbar. Doch die Schattenseiten des enormen und weiter ansteigenden Pestizidverbrauchs treten nicht nur mit den Umweltschäden, sondern auch mit Gesundheitsproblemen zunehmend ins öffentliche und politische Bewusstsein, zumindest im Ausland. In Frankreich haben Bauern eine bemerkenswerte Debatte ausgelöst.

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VISION LANDWIRTSCHAFT / NEWSLETTER 1.8. 2011

Pestizide schädigen Umwelt und gefährden Vertrauen in die Landwirtschaft

Gleich drei aktuelle Meldungen zeigen ein bedenkliches Ausmass eines unsachgemässen Pestizideinsatzes in der Schweizer Landwirtschaft. Schäden für Umwelt und Gesundheit und zunehmend auch für das Image der Landwirtschaft sind die Folge. Vision Landwirtschaft for- dert ein rasches Handeln des Bundes. 

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VISION LANDWIRTSCHAFT / BUCH 1.1. 2011

Das Weissbuch zur Landwirtschaft

Das Weissbuch zur Landwirtschaft
Cover Weissbuch

Das 2010 von Vison Landwirtschaft herausgegebene "Weissbuch Landwirtschaft Schweiz" legte einen entscheidenden Grundstein für die wieder in Gang gekommenen Reformbemühungen der Schweizer Landwirtschaftspolitik. Die erste Auflage des Buches war innert weniger Monate ausverkauft. Die zweite Auflage ist hier erhältlich.

Die Anfangs der 1990er Jahre auf Druck verschiedener Volksinitiativen eingeleitete Agrarreform kam während zwei Jahrzehnten kaum vom Fleck. Der Grossteil der damals eingeführten agrarpolitischen Instrumente wurden den damals gesetzten Zielen und dem neuen landwirtschaftlichen Verfassungsartikel von 1996 nicht gerecht. Öffentliche Mittel in Milliardenhöhe wurden nicht verfassungskonform eingesetzt und schadeten der Zukunftsfähigkeit, der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Schweizer Landwirtschaft in unverantwortlicher Weise.

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