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FERNSEHBEITRAG 8.7. 2019

Pestizidrückstände in Haarproben von Parlamentariern

Pestizidrückstände in Haarproben von Parlamentariern

Im Rahmen der Nationalratsdebatte zu den beiden Pestizidinitiativen führte der RTS (Radio Télévision Suisse) eine spannende Untersuchung durch. Von neun welschen Parlamentariern wurden Haarproben entnommen und auf Pestizidrückstände untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass nur gerade zwei Proben keine Pestizidrückstände aufwiesen. Fünf Proben enthielten Rückstände von einem Neonicotinoid-Wirkstoff, während in zwei Proben sogar drei Neonicotinoid-Wirkstoffe nachgewiesen werden konnten.


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Die Parlamentarier, die sich bereit erklärten, Haarproben untersuchen zu lassen, waren durchaus erstaunt von den Resultaten, obwohl bereits heute bekannt ist, dass Pestizidrückstände fast überall in unserer Umwelt auffindbar sind. Egal, welche Bemühungen ein Konsument auf sich nimmt, es ist kaum zu vermeiden, dass er mit Pestizidrückständen in Kontakt kommt. – Auch bei einer strikten Ernährung mit biologisch produzierten Nahrungsmitteln nicht.

Jean-Noé-Genoud, der zusammen mit seiner Frau vor drei Jahren einen Landwirtschaftsbetrieb übernommen hat und diesen seither nach den Richtlinien von Bio-Suisse bewirtschaftet meint: «Seitdem man chemisch-synthetische Pestizide einsetzt, wird nur noch Wert gelegt auf die Qualitätsmerkmale der Früchte und wie gut sich diese verkaufen lassen. Dies bedeutet auch, dass die Frucht rot sein muss, bevor sie reif ist. Heute werden keine Sorten mehr ausgewählt, die resistent sind gegen Schädlinge oder Pilzkrankheiten.»

Jean-Noé Genoud ist sich bewusst, dass etwas geändert werden muss. Er sieht den Schlüssel zum Erfolg in einer Vielfalt von Kulturen und einer sorgfältigen Auswahl von resistenten Sorten.