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VISION LANDWIRTSCHAFT / 1.3. 2019

Projekt Máréfalva: Zukunft der traditionellen Landwirtschaft in einem der artenreichsten Gebiete Europas

Vision Landwirtschaft berät, unterstützt und begleitet in Siebenbürgen (Rumänien) ein dörfliches Landwirtschaftsprojekt, das auf exemplarische Weise Produktion, Biodiversität und die Erhaltung kleinbäuerlicher Strukturen miteinander verbindet.

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Das Dorf Máréfalva am Rand des Harghita-Gebirges im Norden Rumäniens gehört - zusammen mit einigen wenigen weiteren Dörfern Siebenbürgens - zu den letzten Gebieten Europas, wo eine weitgehend traditionelle Landwirtschaft erhalten geblieben ist. Erhalten geblieben sind auch die enorm reichhaltige Flora und Fauna. Diese „alte“ Form von Landbewirtschaftung ohne jeglichen Naturschutz und im Wesentlichen auch ohne landwirtschaftliche Ökoprogramme hat die grosse Biodiversität der kleinräumigen, stark strukturierten Landschaft bis heute bewahrt.

Zukunft mit grossen Fragezeichen
Diese Landwirtschaft steht kurz vor dem Zusammenbruch, da sie kaum mehr rentabel ist und ein Grossteil der Jungen auswandert. Mit dem vorliegenden Projekt wollen einige engagierte Dorfbewohner mit Schweizer Unterstützung versuchen, die bestehenden Strukturen und die Produktivität der bisherigen Landwirtschaft ebenso wie die breite Einbindung von lokalen Arbeitskräften mit einem innovativen, nachhaltigen Projekt zu erhalten. Ohne alles Bisherige zu zerstören, soll die Wirtschaftlichkeit der traditionellen Nutzungsweise stark erhöht werden. Dies soll erreicht werden durch ein Zusammenfassen wesentlicher Produktionsschritte in einem Gemeinschaftsstall. Der Stall bietet 68 Kühen und 150 Jungtieren Platz. Für die Landnutzung ist zusammen mit Vision Landwirtschaft ein detailliertes Landnutzungskonzept in Arbeit. Wichtige Grundpfeiler einer besonders nachhaltigen Nutzung wurden im Vorfeld mit dem Bauernverein Unitis verbindlich geregelt.

Geplant ist der Aufbau einer Herde mit rumänischem Rotfleckvieh – einer Zweinutzungsrasse, die an die vorgesehene Fütterung mit Vollweide angepasst ist und die neben der Milch auch einen guten Fleischertrag liefert. Dadurch ist eine viel kostengünstigere Produktion möglich, die gleichzeitig Produktionsmengen und -qualitäten erlaubt, die am Markt zu einem akzeptablen Preis verkauft werden können. Die einzelnen Produzenten bleiben dabei selbständig, und die bestehenden Strukturen können weitgehend wie bisher genutzt werden.

Lokale Initiative
Die wichtigste Stärke des Projektes ist die Führungscrew vor Ort. Promotoren und Leiter sind Balázs Dávid und Lajos Dávid, zwei Persönlichkeiten, die auf Kleinbauernbetrieben in Máréfalva aufgewachsen sind, einen beachtlichen fachlichen Leistungsausweis mitbringen und die nicht nur im Dorf wohnen, sondern stark in die Gemeinschaft des Dorfes integriert sind.

Die Promotoren haben in weitgehender Eigenleistung und mit ehrenamtlicher fachlicher Begleitung aus der Schweiz seit 2017 den Bauernverein Unitis Agricultural Cooperative gegründet und ein umfangreiches Projektdossier für einen EU-Finanzierungsantrag zusammengestellt. Das am 7. September 2018 eingereichte Gesuch wurde im Februar 2019 von der EU akzeptiert - ein grosser Erfolg. Damit übernimmt die EU nun 90% der budgetierten Kosten von 2 Mio Euro übernimmt 

Auf Spenden angewiesen
Den Restbetrag von 200‘000 Euro muss der Bauernverein  über andere Kanäle finanzieren. Für einen Teil davon ist der Verein auf Spenden aus dem Ausland angewiesen. Vision Landwirtschaft übernimmt es, die Spenden aus der Schweiz zu sammeln und nach Rumänien zu überweisen. Das Projekt wird durch Experten von Vision Landwirtschaft eng begleitet - seit über 10 Jahren bestehen enge persönliche Kontakte zur Region. 

Das Projekt soll nicht nur für die Landwirtschaft und Landschaft von Máréfalva eine neue, ökologisch und sozial nachhaltige Perspektive schaffen. Es soll ebenso die anderen Dörfer in Rumänien, die in einer ähnlichen Situation sind, animieren, von den Erfahrungen des Projektes zu profitieren und ihr Schicksal selber an die Hand zu nehmen.

Spenden  zugunsten des Projektes Máréfalva kommen vollständig dem Projekt zu Gute.

Nähere Auskünfte: Andreas Bosshard, Geschäftsführer Vision Landwirtschaft, abosshard@visionlandwirtschaft.ch, 056-641 11 55

Spendenkonto: IBAN CH75 0900 0000 6023 7413 1, Vision Landwirtschaft, Vermerk "Marefalva"

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Kulturlandschaft in der Umgebung des Dorfes Máréfalva/Rumänien.