Newsletter Nr. 16, November 2011:
Pauschalzahlungen schaden der Landwirtschaft
Bereits im Frühjahr 2010 hat Vision Landwirtschaft im „Weissbuch Landwirtschaft Schweiz“ detaillierte Vorschläge unterbreitet, wie die Defizite der jetzigen Agrarpolitik behoben werden könnten. Die Eidgenössische Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) hat nun im Auftrag von Vision Landwirtschaft berechnet, wie sich der Vorschlag von Vision Landwirtschaft auswirkt – und zwar mit denselben Modellen, mit denen auch die Auswirkungen des bundesrätlichen Vorschlags abgeschätzt wurden. Dadurch werden die Reformvorschläge vergleichbar.
Das Resultat ist mehr als eindeutig. Der bundesrätliche Vorschlag schöpft das Optimierungspotenzial der Direktzahlungsreform bei weitem noch nicht aus. Von einer konsequent leistungsorientierten Agrarpolitik, wie ihn Vision Landwirtschaft fordert, kann nicht nur die Umwelt und die Gesellschaft, sondern offensichtlich auch das Einkommen der Bauern profitieren. Warum der Bundesrat auf halbem Weg umkehren möchte und damit die Ständeratsmotion, welche die Reform angestossen hat, noch nicht erfüllt, lesen Sie hier.
Felix Schläpfer, Vorstandsmitglied von Vision Landwirtschaft
Die Themen des Newsletters:
>> Modellrechnung zeigt: Bundesrätlicher Vorschlag erfüllt Reformziele noch nicht
>> "Bauernfunktionäre stecken Kopf in den Sand"
>> ART-Studie zu Milchproduktionskosten im Berggebiet Schweiz und Österreich
>> Schneider-Ammann zur Agrarpolitik 2017
>> Bio-Butterimporte: Es braucht mehr Biomilchproduzenten
>>
Cassis-de-Dijon führt zu höheren Pestizidgrenzwerten
>>
Netz Natur: Vom Kuh sein
>> ART-Tagung 2012