Sojaimporte in die Schweiz haben stark zugenommen
Immer mehr Soja wird als Futtermittel für Rindvieh, Schwein und Geflügel in die Schweiz importiert.
Die Schweizer Landwirtschaft setzt auf Regionalität. Nur bei den Futtermitteln wird im grossen Stil importiert. Etwa die Hälfte unseres Fleischkonsums wird mit importierten Futtermitteln produziert.
>>Greenpeace Bericht
Neuer UN-Bericht zum Potential einer ökologischen Landwirtschaft
Die Landwirtschaft kann mit ökologischer Bewirtschaftung die Produktion verdoppeln.
Kleinbauern können ihre Produktion in 10 Jahren verdoppeln, wenn sie ökologische Methoden anwenden. Dies zeigt ein UN-Bericht auf. Die Studie spricht sich für mehr Agrarökologie aus, um die Nahrungsmenge zu erhöhen und die Situation der Armen zu verbessern.
>>UN Bericht
Multifunktionalität vs. Nahrungsmittelproduktion?
In der Schweizer Berglandwirtschaft laufen Intensivierung einerseits und Verbrachung anderseits nebeneinander ab. Beides führt zum Verlust von Biodiversität und Landschaftsqualität. Eine vom Bundesamt für Umwelt BAFU in Auftrag gegebene Vorstudie gibt erste Hinweise, wie sich mehr Produktivität und Ökologie im Berggebiet kombinieren lassen.
Die Nahrungsmittelkrise hat dem Ruf nach einer Intensivierung der Flächennutzung in der Schweizer Landwirtschaft vermehrt Gehör verschafft. Als Folge davon ist in der öffentlichen Diskussion und der Politik eine Polarisierung zwischen Nahrungsmittelproduktion und Ökologie zu beobachten, nachdem seit den 90er Jahren ein Miteinander im Vordergrund stand (Multifunktionalität). Die Frage ist deshalb aktuell: Stehen die ökologischen Ziele der Schweizer Agrarpolitik einer produzierenden Landwirtschaft im Weg?
>> Vorstudie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt
Ökobilanzierung landwirtschaftlicher Betriebe
An einer Tagung an der Forschungsanstalt Reckenholz Ende November 2010 sind die Daten einer umfassenden Ökobilanzierung von hundert Schweizer Landwirtschaftsbetrieben vorgestellt worden. Fazit der Forscher: Es ist möglich, umweltfreundlich zu produzieren und gleichzeitig ein gutes Einkommen zu erwirtschaften.
Dabei wurde an der Tagung immer wieder auf die enorme Variabilität zwischen den Betrieben hingewiesen. So schwanken beispielsweise die verursachten Treibhausgase pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche um das Zwanzigfache. Die riesigen Streuungen zeigen unerwartet grosse Optimierungsmöglichkeiten auf den Landwirtschaftsbetrieben im Hinblick auf eine nachhaltige Produktionsweise.
Die Präsentationen können heruntergeladen werden:
>> www.agrosope.admin.ch
Präferenzen für gemeinwirtschaftliche Leistungen
Die Schweizer Landwirtschaft produziert Marktgüter für die Konsumenten und nichtmarktliche Güter für die Steuerzahler. Die beiden Produktionszweige sind in vielfältiger Weise voneinander abhängig.
Könnte die Landwirtschaft nur für den Markt produzieren, würde ihr Einkommen massiv sinken. Umgekehrt müssten die Steuerzahler für die Pflege der Kulturlandschaft noch tiefer in die Tasche greifen, wenn diese nicht im Verbund mit der Produktion von Lebensmitteln erfolgen könnte.
Die Aufgabe der Politik ist es insbesondere, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Bürger als Steuerzahler die in der Verfassung genannten nichtmarktlichen Güter in gewünschtem Umfang und gewünschter Qualität erhalten.
>> Forschungsarbeit im Auftrag des BLW
Landnutzung und biologische Vielfalt in den Alpen
Der Übergang zur intensiven Landbewirtschaftung, die Nutzungsaufgabe von steilen und abgelegenen Flächen sowie die Ausdehnung des Siedlungsraums haben in den vergangenen Jahrzehnten in den Alpen einen beträchtlichen Verlust an Landschaftsqualität und an biologischer Vielfalt verursacht.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 48 "Landschaften und Lebensräume der Alpen" wurden diese Veränderungen eingehend untersucht. Die vorliegende thematische Synthese beschäftigt sich mit der Rolle der Land- und der Forstwirtschaft, die den grössten direkten Einfluss auf Landschaften und Lebensräume haben.
Der anhaltende Rückgang der Landschaftsqualität und der biologischen Vielfalt wird von grossen Teilen der Bevölkerung abgelehnt und widerspricht zudem nationalen und internationalen Verpflichtungen der Schweiz. Die Autoren zeigen, dass dieser Rückgang durch eine konsequent zielorientierte Abgeltung von ökologischen Leistungen der Landwirtschaft gestoppt werden kann, ohne dass zusätzliche Mittel für die Agrarpolitik aufgewendet werden müssen.
>> Studie im Hochschulverlag bestellen