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Neue Zahlen zur Entwicklung der Landwirtschaft

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat eine Fülle neuer Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Landwirtschaft vorgelegt. Nach einem Anstieg des landwirtschaftlichen Einkommens zwischen 2006 und 2008 drückt seither vor allem die Milch-Überproduktion aufs Portemonnaie der Bauern.


Von Andreas Bosshard, Geschäftsführer Vision Landwirtschaft


47 Prozent des Produktionswertes der Landwirtschaft stammen aus der tierischen Produktion und davon beinahe die Hälfte aus der Milchproduktion. Entsprechend stark wirkt sich der tiefe Milchpreis auf das Einkommen der Landwirte aus. 
Abschätzungen von Vision Landwirtschaft zeigen, das eine nachhaltigere, weniger intensive Milchproduktion mit geringerem Einsatz an importierten Futtermitteln den gegenwärtigen Einkommenstrend umkehren könnte. Denn die mit hohem Kraftfuttereinsatz produzierte Milch ist nicht nur teurer als vorwiegend graslandbasierte. Die auf die zunehmenden Futtermittelimporte aus dem Ausland zurückgehenden Milchmengen entsprechen gerade etwa dem Prozentsatz der Milchmenge, die heute zu viel auf dem Markt ist und die für die absackenden Preise verantwortlich ist. Eine Reduktion der Produktionsintensität im Milchsektor würde also allen nützen: Den Bauern, der Umwelt, den Konsumenten und den Kühen: Denn Graslandmilch ist nachweislich gesünder als „Kraftfuttermilch“.  Genauso wie Gras auch für die Kühe gesünder ist als hohe Kraftfuttergaben.

Weitere Informationen zu den statistischen Zahlen:

>>www.bfs.admin.ch