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28.11.2011

Milchbetriebe aus dem Schweizer Berggebiet produzieren intensiver und deshalb deutlich teurer als vergleichbare Betriebe in Österreich

 

Die Österreicher produzieren ihre Milch deutlich kostengünstiger. Eine weniger intensive Milchproduktion könnte im Schweizer Berggebiet das Einkommen der Landwirte verbessern helfen.

Forschungsanstalt Tänikon, ART-Bericht 749, 8.11.2011

Die neueste ART-Studie zeigt, dass die Milchproduktionskosten im Schweizer Berggebiet 70–85% höher liegen als bei vergleichbaren Betrieben in Österreich. Die Produkterlöse und Direktzahlungen, die in der Schweiz viel höher sind, können diesen Kostennachteil nicht ausgleichen. Die Österreichischen Betriebe erreichen deshalb ein höheres Einkommen und dies bei tieferen Lebenshaltungskosten. Neben dem höheren Preisumfeld liege der Hauptgrund im höheren Einsatz von Produktionsmitteln bei Gebäuden, Maschinen, Futter und Arbeit. Gemäss einer anderen ART-Studie bewirtschaften die Schweizer Betriebe viel intensiver, mit deutlich höheren Schnittfrequenzen im Grünland und deutlich höherem Energie- und Düngereinsatz als ihre Kollegen in Österreich. Schweizer Betriebe könnten gemäss der Studie ihr Einkommen mit Kostensenkungen und damit einer De-Intensivierung der (zu) intensiven Grünlandbewirtschaftung verbessern. Eine weniger intensive Produktion würde auch der Umwelt helfen.

>> Studie herunterladen