Logo

Themenwelten

THEMEN UND KONZEPTE

Agrarpolitik

Medien

Ökologie

Ökonomie

Mythen und Legenden

Visionäre Projekte

Publikationen

Links

Allgemeine Seiten

Startseite

Kontakt

Feedback

Suchen nach

Hoher Pestizideinsatz für Froschsterben mitverantwortlich

24. März 2013

Für die Schweizer Landwirtschaft sind derzeit 2015 Pestizide mit 398 Wirkstoffen zugelassen. Eine neue Studie von Deutschen und Schweizer Forschern zeigt, dass dieser unüberblickbare Cocktail an Giftstoffen, die jedes Jahr allein in der Schweiz zu Hunderten von Tonnen in die Umwelt ausgebracht werden, die Amphibien viel mehr schädigt als bisher angenommen und für das grosse Froschsterben wesentlich mitverantwortlich sein dürfte. Da sich viele Amphibien über das Jahr im Landwirtschaftsland aufhalten, werden sie regelmässig direkt besprüht mit den unzähligen Giftstoffen. Über die kombinierte Wirkung ist noch kaum etwas bekannt. Aber bereits einzeln wirken die Stoffe für den Grossteil der Amphibien letal. Zur Überraschung der Forscher gingen sogar in einer zehnfachen Verdünnung gegenüber der üblichen Ausbringungsmenge bei einigen Produkten 40% der Tiere nach wenigen Tagen ein.
>> Das grosse Froschsterben (SonntagsZeitung)

Gesundheitsschädigende Herbizideinsätze

10. Oktober 2012

In Argentinien hat der Soja-Anbau in sehr starkem Ausmass zugenommen, und damit u.a. auch der Einsatz des Herbizids Glyphosate. Dies hat tragische gesundheitliche Folgen: In der Bevölkerung in den Sojaanbaugebieten stieg die Rate von Fehlgeburten, Kindern mit Missbildungen und die von Krebs, wie der "Schweizer Bauer" in einer Reportage berichtet. Im Artikel in der Landwirtschaftszeitung nicht erwähnt wird, dass auch in der Schweiz der Einsatz von Glyphosate laufend zunimmt und heute in einem Grossteil der Oberflächengewässer und vielfach auch im Grundwasser nachgewiesen werden kann. Besonders störend ist dabei, dass das vorsorgliche Abspritzen von Feldern immer mehr zum Standard wird. Stichproben von Vision Lanwirtschaft ergaben, dass im Herbst mehr als die Hälfte der mit Glyphosat abgespritzten Felder keine Behandlung benötigt hätten. Diese Praxis ist nicht nur für die Umwelt und die menschliche Gesundheit problematisch, sondern züchtet auch resistente Unkräuter heran.
>> mehr

Nervengift Clothianidin wird im Maisanbau weiterhin zugelassen

9. Oktober 2012

Mit der Motion Graf 09.3318 «Schutz der Bienen, Verbot des Nervengiftes Clothianidin als Pflanzenschutzmittel» wurde der Bundesrat beauftragt, die Zulassung von Clothianidin und die Form der Anwendung erneut zu überprüfen. Der vorliegende Bericht wurde in Erfüllung dieses Auftrags erstellt. Das BLW kommt nach der Reevaluation erneut zum Schluss, dass unter den in der Schweiz geltenden Rahmenbedingungen und der heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen die Aussaat von gebeiztem Mais Vorteile gegenüber der Spritzung mit Insektiziden aufweist und keine unannehmbaren Risiken für die Umwelt darstellt - für Vision Landwirtschaft aus verschiedenen Gründen ein ausgesprochen fragwürdiger Entscheid.
>> mehr


Neonikotinoide: Die Pestizide machen Bienen orientierungslos

Eine der Ursachen für das Bienensterben sind Neonicotinoide in Pflanzenschutzmitteln. Diese extrem toxischen Insektizide sind in der Schweizer Landwirtschaft im Gegensatz zu anderen Ländern noch immer generell zugelassen. Wie das Insektizid auf das Nervensystem von Bienen und Hummeln wirkt, haben Forscher Anfangs April 2012 in der Online-Ausgabe des US-Fachblatts Science publiziert: Neonikotinoide machen schon in kleinsten Konzentrationen Bienen orientierungslos. Die Ergebnisse erregen insofern Aufsehen, als sie erstmals beweisen, dass Pestizide auch weit unter der letalen Dosis verheerende Folgen haben können.

>> mehr

Mit Ökologie zu mehr Einkommen

14. September 2012

Der Bauernhof der Zukunft soll Ackerprodukte, Milch und Fleisch produzieren, möglichst unabhängig von importiertem Futter. So lautet die Vision des Sempacher Agronomen Josef Blum in einem Beitrag auf Radio DRS 2: «Wer ökologisch produziert, erzielt mehr Einkommen.»
>> zur Sendung

Ökobilanz Fleisch: Herkunft und Produktion unter der Lupe

13. September 2012

In einer neuen Studie vergleicht Forschungsanstalt Agroscope erstmals die Ökobilanzen von unterschiedlich erzeugtem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus der Schweiz und dem Ausland. Das Ergebnis: es kommt vielmehr darauf an, wie produziert wird, als wo.
>> zu den Vorträgen

Pestizide und Bienen: Tests mit falschen Ergebnissen

9. Juli 2012

Die Zeitung "Le Monde" erhebt schwere Vorwürfe zu den Test zur Überprüfung des Einflusses von Pestiziden auf Bienen: Insektizide, die nur 49% der Bienen töten, gelten als "risikoarm". Zudem erfasse die Testanordnung das Verhalten der systemisch-wirkenden Insektizide nur ungenügend, die Versuchsflächen seien zu klein, die Tests würden durch die Pflanzenschutzmittelindustrie gesponsert und die Wissenschaftler seien in einem Interessenkonflikt, weil sie mehrheitlich im Sold der Industrie stehen, gestanden haben oder zukünftig stehen würden.
>> mehr

Soja: Schweizer Milch- und Fleischüberschüsse auf Kosten brasilianischer Urwälder

30. und 31. Juli 2012

In einer kleinen Serie stellt Radio DRS im Echo der Zeit das Thema Soja ins Zentrum und zeigt Hintergründe einer fragwürdigen Entwicklung. Die Schweizer Landwirtschaft "bewirtschaftet" zur Fütterung ihrer (zu) hohen Tierbestände immer mehr Ackerland im Ausland, v.a. im brasilianischen Urwaldgebiet Mato Grosso, insgesamt mittlerweile etwa so viel wie die Ackerfläche im eigenen Land. Damit trägt sie zur Zerstörung bisher unberührter Ökosysteme bei und bedrängt die lokale kleinbäuerliche Landwirtschaft - um letztlich bei uns Überschüsse auf Rekordniveau zu produzieren und immer tiefere Milchpreise zu lösen.
>> Sendung 30.7.12
>> Sendung 31.7.12


Zahl der Feldvögel hat sich in als Folge der immer intensiveren Landwirtschaft halbiert

Der Vogelbestand auf Feldern, Wiesen und Weiden in Europa ist insgesamt gemäss einer neuen Studie in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Seit 1980 sei in der Europäischen Union jede zweite Vogel in der Agrarlandschaft verschwunden. Die Ursache liege in der immer intensiveren Landwirtschaft, eine Entwicklung, die durch den Anbau von Energiepflanzen in den letzten Jahren noch verstärkt wurde. "Allein in Deutschland sind seit 1990 mehr als eine Million Feldlerchen verstummt, eine Entwicklung, die besorgniserregend ist", sagte die BfN-Präsidentin Beate Jessel. Der Vogelbestand gilt als guter Hinweis darauf, wie es um die biologische Vielfalt insgesamt steht.
>> weiterlesen (Spiegel online)


Die Klimabauern vom Flaachtal

Elf Landwirte im Zürcher Weinland wollen in den kommenden fünf Jahren zu den klimafreundlichsten der Schweiz werden. Damit zeigen sie neue Wege in die Zukunft einer klimafreundlichen Landwirtschaft.
Das Ziel der Interessengemeinschaft Agro CO2ncept Flaachtal ist eine Reduktion des CO2-Ausstosses um 40% und gleichzeitig eine 20% höhere Wertschöpfung durch den Verkauf klimaschonender Produkte. Im Zentrum steht die Perfektion des pfluglosen Anbaus, welcher deutlich weniger Diesel benötigt und zugleich zum Humusaufbau und damit zur Einlagerung von CO2 im Boden beiträgt. Dabei soll auch die bisherige grosse Schwachstelle des pfluglosen Anbaus geknackt werden. Die Landwirte wollen zeigen, dass die Methode auch ohne den Einsatz von Totalherbiziden funktioniert. Obwohl die Landwirtschaft ein hohes Potenzial zur Reduktion klimaschädlicher Gase hat, sind leider im Vorschlag des Bundesrates zur zukünftigen Agrarpolitik 2014-17 keine regulären Leistungsbeiträge zur Unterstützung klimaschonender Anbauweisen vorgesehen. Vision Landwirtschaft setzt sich dafür ein, dass dies geändert wird und anstelle der nutzlosen "Versorgungssicherheitsbeiträge" in Milliardenhöhe u.a. solche zukunftsweisenden Anbauweisen im Bereich Klimaschutz gezielt mit Direktzahlungen unterstützt werden können.
>> mehr


Biodiversitätsstrategie Schweiz vom Bundesrat verabschiedet

Bundesrat hat die Strategie Biodiversität Schweiz am 25. April 2012 angenommen. Damit hat ein langjähriger, intensiver Prozess, der zwischendrin nahe am Scheitern war, unter breiter Mitwirkung einen wichtigen Zwischenschritt erreicht. Ein Aktionsplan soll bis Mitte 2014 die Ziele konkretisieren und Massnahmen ausarbeiten mit allen betroffenen Partnern.

>> weiterlesen


Zu viel Antibiotika in den Schweizer Ställen führt zu multiresistenten Keimen

Unter dem Druck, möglichst kostengünstig zu produzieren, wird auch bei uns tonnenweise Antibiotika eingesetzt. "Völlig unnötig, denn es ginge auch mit weniger." meint die "Rundschau" auf SF. Die Folge: Immer mehr Bakterien, die von Nutztieren in der Landwirtschaft stammen, sind gegen fast alle Antibiotika resistent. Eine dreiteilige, sehenswerte Serie der Rundschau vom März 2012 leuchtet die beunruhigende Situation der resistenten Keime aus der Landwirtschaft aus, fragt, wer dafür verantwortlich ist und wer davon profitiert. Und welche Alternativen zur heutigen Praxis möglich wären. Der Kassensturz doppelte am 20.3.2012 gleich nach mit einem Beitrag über gefährliche Keime auf Schweizer Poulet.

>> zu den Rundschau-Sendungen
>> zur Kassensturz-Sendung
>> Sendung "Espresso" zum Thema


Neonikotinoide: Die Pestizide machen Bienen orientierungslos

Eine der Ursachen für das Bienensterben sind Neonicotinoide in Pflanzenschutzmitteln. Diese extrem toxischen Insektizide sind in der Schweizer Landwirtschaft im Gegensatz zu anderen Ländern noch immer generell zugelassen. Wie das Insektizid auf das Nervensystem von Bienen und Hummeln wirkt, haben Forscher Anfangs April 2012 in der Online-Ausgabe des US-Fachblatts Science publiziert: Neonikotinoide machen schon in kleinsten Konzentrationen Bienen orientierungslos. Die Ergebnisse erregen insofern Aufsehen, als sie erstmals beweisen, dass Pestizide auch weit unter der letalen Dosis verheerende Folgen haben können.

>> mehr

Produktion und Konsum nachhaltig gestalten

Die gegenwärtige Fleisch- aber auch Milchproduktion in der Schweiz basiert auf dem Import grosser Mengen von Futtermitteln – täglich rund 3000 Tonnen. Ihr Anbau beansprucht im Ausland eine Fläche von mehr als 200'000 Hektaren, fast so viel wie die offene Ackerfläche der Schweiz.

>> weiterlesen