28.11.2011
Agrarpolitik 2017
Bundesrat Schneider–Ammann verkündete an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bauernverbandes, dass er den Bauern in einigen Punkten entgegenkommen wolle, so bei den SAK und den Tierbeiträgen.
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3.8.2011
Freihandel: SALS kritisiert Studie als schönfärberisch
Die Schweiz würde von einem Agrarfreihandel profitieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Fachhochschule Chur und der ETH Zürich. Der liberalisierte Käsemarkt und das Cassis-de-Dijon-Prinzip zeigen eine andere Realität, kontert die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor SALS.
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Tiermehl-Fütterungsverbot: Hoffen auf EU-Parlament
Aus Umwelt- und ethischer Sicht macht das Tiermehl-Verfütterungsverbot für Hühner und Schweine in der heutigen Form keinen Sinn mehr. Frankreichs Landwirtschaftsminister stellt sich jedoch gegen eine Lockerung. Die Hoffnung liegt nun beim EU-Parlament.
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Käsebranche: In argen Nöten
Der harte Franken ist für viele Käsehändler existenzbedrohend. Besonders betroffen ist der exportstarke Emmentaler.
7.7.2011
Neuer Direktor beim Bundesamt für Landwirtschaft
Bernhard Lehmann hat das Amt als Direktor des BLW am 1. Juli 2011übernommen. Nach achtjähriger Arbeit beim Schweizerischen Bauernverband war er seit 1991 an der ETH Professor für Agrarökonomie.
Wiesenmilch ohne Sojafütterung
Die IP-Suisse lanciert gemeinsam mit der Migros auf diesen Herbst eine Wiesenmilch. Das Projekt startet klein, wird aber bei Erfolg ausgebaut. Den beteiligten Produzenten winkt ein Mehrpreis von 7 Rappen pro kg Milch. Ab 2014 darf keine Soja mehr zugefüttert werden.
Teigwaren aus Schweizer Rohstoffen
Für die Herstellung von Teigwaren braucht es Hartweizen. Bisher wurde dieser importiert. Nach ersten Anbauversuchen der IP-Suisse in den letzten Jahren kommen jetzt die ersten Produkte aus Schweizer Hartweizen bei der Migros unter der Produkte-Linie „Connaisseur Suisse“ ins Verkaufsregal. Die Rohstoffe stammen zu 100% aus der Schweiz.
23.3. 2011
Runder Tisch für das Berggebiet
Die Reform des Direktzahlungssystems ist eine Chance für die Berglandwirtschaft, weil in Zukunft gezielt nur noch gemeinwirtschaftliche Leistungen entschädigt werden sollen. Diese sind im Berggebiet besonders wichtig und machen dort naturgemäss einen bedeutsamen Teil der landwirtschaftlichen Tätigkeit aus. Vision Landwirtschaft steht deshalb in intensivem Austausch mit VertreterInnen aus dem Berggebiet. Mitte April wird bereits der zweite "Runde Tisch Berggebiet" im Bundeshaus stattfinden. Thema: "Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems – Welche Interessen verbindet das Berggebiet und wie können sie wirksam eingebracht werden?" Interessenten an einer Teilnahme melden sich bitte beim Geschäftsführer, Andreas Bosshard
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Goldgräberstimmung im Nationalrat zugunsten
der Landwirtschaft
Während rundherum die Budgets der öffentlichen Hand zusammengestrichen werden, ist es bäuerlichen Vertretern vergangene Woche im Parlament gleich mehrfach gelungen, für ihre Interessen grosse zusätzliche Mittel loszueisen. Um nicht weniger als 45 Millionen wurde der jährliche Kredit für die Verkäsungszulagen aufgestockt. Die heftigen Diskussionen im Nationalrat können hier mitverfolgt werden. Mit ihrem unerwarteten Erfolg leisten die Befürworter von landwirtschaftlichen Marktstützungen aus Sicht von Vision Landwirtschaft den Milchproduzenten höchstens einen ganz kurzfristigen Dienst. Denn der Kredit trägt zu einer weiteren Förderung der Milch-Überproduktion bei. Auf Kosten der öffentlichen Hand wird so ein „nachhaltiger“ Beitrag zu weiter sinkenden Milchpreisen geleistet.
Aufgestockt wurden auch die Ausfuhrbeiträge für verarbeitete Produkte um 15 Millionen. Wenige Tage darauf hat der Nationalrat zudem den Zahlungsrahmen 2012-2013 für die Landwirtschaft um 130 Millionen erhöht. Lediglich mit dem Antrag, die beschlossenen zusätzlichen Zahlungen gleich für 4 Jahre zu sichern, ist ein Antrag der sonst sparbewussten SVB gescheitert.
Vision Landwirtschaft für gerechtere Hangbeiträge
Mit einer Stellungnahme zu den Beratungen im Ständerat über eine Motion von Nationalrat von Siebenthal setzte sich Vision Landwirtschaft für höhere Hangbeiträge in sehr steilen Lagen ein. Die Motion wurde am 1. Dezember mit einer Änderung angenommen.
Vision Landwirtschaft in Fachgruppen des Bundes
Vision Landwirtschaft wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft zu verschiedenen agrarpolitischen Workshops und Begleitgruppen eingeladen.
Ende August dieses Jahres fand ein Seminar des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW mit ausgewählten Organisationen zum „Strategiepapier Land- und Ernährungswirtschaft 2025“ statt. Vision Landwirtschaft hat sich daran aktiv beteiligt und eine ausführliche Stellungnahme verfasst:
>> Stellungnahme Vision Landwirtschaft
Das Strategiepapier des BLW kann hier heruntergeladen werden:
>> Land- und Ernährungswirtschaft 2025
Im Weiteren hat das BLW Vision Landwirtschaft eingeladen, in einer Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems (WDZ) mitzuarbeiten. Ebenfalls eingeladen wurde Vision Landwirtschaft zu einem BLW-Workshop zur zukünftigen Ausgestaltung der landwirtschaftlichen Forschung.
Biodiversität und Landwirtschaft
Die Bauern erhalten Geld vom Bund, damit sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. So will es die Bundesverfassung. Derweil schwindet die Artenvielfalt nach wie vor. Im Jahr der Biodiversität 2010 stellen viele Fachleute der Landwirtschaft ein schlechtes Zeugnis aus. Auch im Berggebiet, das bisher ein Refugium war für seltene Pflanzen und Tiere, ist die Vielfalt zunehmend bedroht. Fehlt es am Willen der Bäuerinnen und Bauern? Werden ökologische Bemühungen zu wenig abgegolten? Wie lässt sich eine Trendwende herbeiführen?
Ein "Doppelpunkt"-Beitrag von Radio DRS geht diesen Fragen nach.
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Wenig einkommenswirksame Direktzahlungen
"Mehr Direktzahlungen beeinflussen das landwirtschaftliche Einkommen nicht wesentlich. Denn wenn die Bauern mehr Direktzahlungen erhalten, steigen auch die Kosten." Diese provokative These vertrat der Agrarökonom Beat Meier an einer kürzlichen Tagung der Gesellschaft für Agrarsoziologie.
Seine empirisch untermauerte These deckt sich mit den Resultaten der Modellrechnungen im Weissbuch von Vision Landwirtschaft: Vor allem die pauschalen Zahlungen werden meist investiert in eine (fremdmittel)intensivere Produktion, die gemessen am Ertrag mit überproportional höheren Kosten für die Vorleistungen – Futtermittel, Dünger, Maschinen etc. – einhergeht. An ökologische Leistungen gebundene Direktzahlungen sind, zumindest mittelfristig, gemäss den im Weissbuch dargestellten Modellrechnungen dagegen deutlich einkommenswirksamer.
>> mehr zu Meiers Aussagen
"Direktzahlungen wirken gegen die Biodiversität"
Entgegen offizieller Beteuerungen wirkt heute noch immer ein Grossteil des Agrarbudgets gegen die Biodiversität. Der Artikel des Geschäftsführers von Vision Landwirtschaft in "Hotspot" fasst die Situation zusammen und listet die wichtigsten Forderungen auf.
>> Artikel Hotspot [3'705 KB]