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Weissbuch Landwirtschaft Schweiz: Vision Landwirtschaft bringt alternatives Direktzahlungsmodell in die öffentliche Diskussion

Informationen zum Weissbuch hier.

Für Vision Landwirtschaft steht nicht die Kritik im Vordergrund, sondern konstruktive Überlegungen, wie die Direktzahlung und die Agrarpolitik auf die Ziele der Verfassung ausgerichtet werden können.

Demokratie gilt als Staatsform der Alternativen. Bisher fehlte der Politik ein konkreter alternativer Vorschlag für eine tatsächlich verfassungsgemässe Agrarpolitik. Dies erachtet Vision Landwirtschaft als einer der Hauptgründe für die Blockade der wenig erfolgreichen Agrarpolitik.

Seit 2008 arbeitet Vision Landwirtschaft daran, Vorschläge für ein alternatives, leistungsorientiertes Direktzahlungsmodell zu entwickeln. Das Resultat dieser Arbeit ist im Weissbuch Landwirtschaft Schweiz, welches am 26.Februar 2010 im Hauptverlag erschienen ist, in den Grundzügen dargestellt. Zugleich zeigen wir darin anhand von Modellrechnungen auf, welche Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu erwarten sind. Dabei zeigten sich markante ökonomische wie ökologische Optimierungspotenziale.

Vorstand und Geschäftsstelle diskutieren derzeit die Vorschläge mit den meisten landwirtschaftsnahen Organisationen und versuchen, auch die Parteien und die Bundesadministration von den wesentlichen Vorteilen des alternativen Systems zu überzeugen.

Wenn auch Sie oder Ihre Organisation Interesse haben, sich einzubringen oder das Modell mit uns zu diskutieren, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf:

sekretariat@visionlandwirtschaft.ch, Telefon 056-641 11 55 (Sekretatiat, Andreas Bosshard).


Vision Landwirtschaft Mitglied der Agrarallianz
An der Generalversammlung der Agrarallianz vom 11. März 2008 ist Vision Landwirtschaft einstimmig als neues Mitglied der Agrarallianz aufgenommen worden. Die Agrarallianz vereinigt 15 Organisationen aus den Bereichen Konsument/innen, Umwelt- und Tierschutz sowie Landwirtschaft. Sie will mit der Legitimation von rund 30'000 Landwirtschaftsbetrieben und weit über einer halben Million Mitgliedern die Schweizer Agrarpolitik auf die Eckpfeiler der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) abstützen. Vision Landwirtschaft wird den Kurs dieses gewichtigen Zusammenschlusses mitprägen und will ihm mit den konkreten Optimierungsvorschlägen neuen Schwung verleihen.


Alternativen zur jetzigen Agrarpolitik
Das Buch, das den Anstoss gab zur Gründung von Vision Landwirtschaft, zeigt Alternativen zur jetzigen Agrarpolitik im Berggebiet auf.

 

Gründungsmitglieder des Vereins Vision Landwirtschaft:

Einzelmitglieder

  • Roger Biedermann, Agronom und Chemiker, Neunkirch
  • Andreas Bosshard, Agrarökologe, Bremgarten
  • Mario Broggi, Forstingenieur und Biologe, Schaan
  • Thomas Gröbly, Landwirt und Ethiker, Baden
  • Beat Hugi, Journalist und Kulturschaffender, Langenthal
  • Hanspeter Hunkeler, Landwirt, Schötz
  • Hans Luder, Landwirt, Oberösch
  • Werner Müller, Biologe, Schöfflisdorf
  • Peter Oser, Landwirt, Steg
  • Felix Schläpfer, Umweltökonom, St. Gallen
  • Peter Rieder, Prof. em., Agrarökonom, Greifensee

    Kollektivmitglieder
  • Schweizerische Vogelwarte, Sempach / Markus Jenny, Agrarökologe
  • Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, Frick / Otto Schmid, Agronom

Die Gründung und der Aufbau des Vereins wurden und werden finanziell aus Umwelt- und Landwirtschaftskreisen unterstützt.


Synthesebuch Nationales Forschungsprogramm Alpen

Das Buch macht die Geschichte der Landnutzung der vergangenen Jahrzehnte und ihren Einfluss auf Natur und Landschaft der Alpen mit vielfältigem Zahlenmaterial nachvollziehbar. Im Zentrum steht die Landwirtschaft.

Die Analysen zeigen, dass die gegenwärtige Agrarpolitik zwar einige negative Entwicklungen zu bremsen, aber nicht zu verhindern vermochte. Nationale und internationale Zielsetzungen werden verfehlt. Die Intensivierung der Landwirtschaft in den Gunstlagen und die gleichzeitig zunehmende Nutzungsaufgabe und Verbrachung von schwierig zu bewirtschaftenden Flächen, aber auch die Zersiedlung und Verkehrserschliessung weiter Alpengebiete haben einen beträchtlichen Verlust an Landschaftsqualität und biologischer Vielfalt verursacht. Diese Entwicklung wird von grossen Teilen der Bevölkerung abgelehnt.

Im Zentrum des Buches steht die Entwicklung von Alternativen. Anhand von Szenarien wird aufgezeigt, dass es Lösungen gibt, die ohne Mehrkosten für den Statt zu einer nachhaltig genutzten, naturnahen und vielfältigen Kulturlandschaft führen. Beim Szenario "weiter wie bisher" ist mit einem weiteren Verlust von 23% der artenreichen Flächen im Berggebiet zu rechnen. Das Szenario "Agrarleistungsmodell dagegen sagt eine Zunahme der artenreichen Flächen um 17% voraus. Eine Trendwende hin zu einer Steigerung von Artenvielfalt und Landschaftqualität in den Schweizer Alpen wäre möglich. Gleichzeitig würde das Einkommen der Bergbauernhöfe verbessert.

Die dazu nötigen gesetzlichen Anpassungen scheinen politisch breit akzeptabel und volkswirtschaftlich tragbar zu sein. Das Buch macht deutlich: Grundlegende Reformen sind unumgänglich, wenn die Ziele der Verfassung erreicht werden sollen.

Stöcklin, Bosshard, Klaus, Rudmann-Maurer, Fischer, 2007: Landnutzung und biologische Vielfalt in den Alpen - Fakten, Perspektiven, Empfehlungen. vdf-Verlag Zürich.

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