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AKTUELLE DEBATTE

Wie sich die Klimaerwärmung auf die Nahrungsmittelproduktion auswirkt

2010 wurde von der UNO zum internationalen Jahr der Biodiversität ernannt. Weltweit werden Veranstaltungen und Aktionen organisiert, um auf den Verlust der Artenvielfalt aufmerksam zu machen. Was aber oft vergessen wird, ist der Einfluss der Klimaerwärmung und des Verlustes der Biodiversität auf die globalen Nahrungsmittelsicherheit. Bis 2050 werden die Temperaturen voraussichtlich weltweit um mindestens 2 Grad steigen.
Dies führt zu riesigen Einbussen bei der gesamten Nahrungsmittelproduktion - mancherorts bis zu 30 Prozent. Bis dahin wird sich der globale Nahrungsbedarf verdoppelt haben. Wie werden wir die Weltbevölkerung ernähren? Diesen Zusammenhängen spüren die Regisseurinnen Mirjam von Arx und Katharina von Flotow im neuen Film SEED WARRIORS nach.

Der Film läuft am 26. August in den Deutschschweizer Kinos an. Zur Schweizer Premiere laden wir Sie herzlich ein. Sie findet am 26. August 2010 um 18.30 Uhr im Kellerkino Bern statt, mit anschliessender Podiumsdiskussion, an der sich auch Vision Landwirtschaft beteiligen wird.  >> Infos zum Film

 

Verfütterung von Speiseabfällen: Nationalrat
will keine Anpassung an EU-Vorschriften

Das drohende Verbot der Verfütterung von Speiseabfällen an Schweine ist seit längerem ein Thema im eidgenössischen Parlament. Der Bundesrat beabsichtigt auf 1.7.2011 die heute geltenden Vorschriften denjenigen der EU anzupassen und damit das Verfüttern von Speiseabfällen an Schweine zu verbieten. An seiner Sitzung vom 17.6.2010 hat sich der Nationalrat ein weiteres Mal mit sehr grosser Mehrheit dafür ausgesprochen, dass der Bundesrat davon absehen soll, die Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten in diesem Punkt den EU-Vorschriften anzupassen. Er fordert, das Verfüttern von Speiseresten an Schweine sei weiterhin zu erlauben.

Das Parlament argumentiert damit, dass die Aufbereitung von Speiseresten in der Schweiz strengen Vorschriften untersteht und nur von hochtechnisierten Betrieben vorgenommen werden darf. Als weiteres Argument wurde in der Debatte von NR Marcel Scherer (er hat 2006 das Thema erstmals aufgegriffen) darauf hingewiesen, dass in der EU in jüngster Zeit Bestrebungen im Gange seien, diese Vorschriften zu lockern.

Vision Landwirtschaft hat schon bei mehreren Gelegenheiten auf die negativen Auswirkungen der hohen Futtermittel-Importe hingewiesen. Gerade auch in diesem Zusammenhang ist es unsinnig, die Verfütterung von Speiseresten als hochwertigem Eiweiss zu verbieten, was dann durch höhere Importe ausgeglichen werden muss.

Amtliches Bulletin des Nationalrates, Sitzung vom 17.06.2010, wo unter anderen das Geschäft erläutert und Debatte und Abstimmungsresultat protokolliert sind >> hier klicken

Motion Marcel Scherer von 2006: Verwertung von Speiseresten und Lebensmittelnebenprodukten >> hier klicken

Bundesamtes für Veterinärwesen zu den Risiken der Verfütterung von Küchen- und Speiseabfällen an Nutztiere >> hier klicken

Artenvielfalt: Auch Rebhuhn, Feldhase & Co. brauchen eine Wende in der Landwirtschaft

Wir lassen es uns als Allgemeinheit seit über zehn Jahren viel Geld kosten, dass zwischen Raps und Weizen zum Beispiel auch Mohnblumen blühen. Biodiversität ist das Zauberwort und manch einer rühmt sich, dafür so einiges zu tun. Trotzdem geht es mit der Artenvielfalt bergab. Rebhuhn, Feldhase und Ackerrittersporn sind fast ganz von den Feldern verschwunden. Jetzt soll die Landwirtschaftspolitik reformiert werden. - Bericht von Christian von Burg im "Echo der Zeit" von Radio DRS1. >> Sendung hören


Bauernsterben:
Warum junge Landwirte keinen Hof finden

Trotz viel zitiertem Bauernsterben: Junge Landwirte suchen oft jahrelang vergeblich einen freien Hof. Das bestätigen auch die Agrarexperten von Vision Landwirtschaft. Was läuft schief? - Ein Bericht von Viviane Manz in der Sendung "Rundschau" von SF1 (23.6.2010). >> Sendung schauen

 

Die Vorschläge von Vision Landwirtschaft für eine neue Landwirtschaftspolitik

Die Bauern sollen nicht nur Milch, Gemüse und Früchte produzieren, sondern auch die Landschaft pflegen und Tiere artgerecht halten. Dafür erhalten sie Direktzahlungen. Dieser Anspruch an die Bauern werde nur halbwegs erfüllt, kritisiert der Verein «Vision Landwirtschaft Schweiz». Er fordert eine neue Ausrichtung der Direktzahlungen und lanciert damit eine neue Landwirtschaftsdebatte. - Ein Beitrag von Priscilla Imboden in der Sendung "Echo der Zeit" von Radio DRS1. >> Sendung hören


Weitere Medienbeiträge über Vision Landwirtschaft finden sie hier.

 

 

NEUE PUBLIKATION

Weissbuch

Das neue Weissbuch zur Landwirtschaft


Die vor bald zwei Jahrzehnten begonnene Agrarreform ist auf kaum halbem Wege stecken geblieben. Die heutigen agrarpolitischen Instrumente werden dem modernen und vom Volk mit überwältigendem Mehr angenommenen landwirtschaftlichen Verfassungsartikel von 1996 nicht gerecht. Das Weissbuch Landwirtschaft bietet eine umfassende, allgemeinverständliche Situationsanalyse und zeigt auf, welche Reformen für eine verfassungsmässige, zukunftsfähige Agrarpolitik unumgänglich sind. Vision Landwirtschaft legt mit dem Buch einen Grundstein, an dem die anstehenden agrarpolitischen Debatten in den kommenden Jahren nicht vorbeikommen werden.

Im Weissbuch von Vision Landwirtschaft dokumentieren die Autoren umfassend und kritisch die aktuellen Entwicklungen in der Schweizer Landwirtschaftspolitik und analysieren allgemeinverständlich die Auswirkungen auf die Betriebe, die Produktion von Nahrungsmitteln und die Umwelt. Basierend auf einer sorgfältigen Auslegeordnung werden agrarpolitische Verbesserungen vorgeschlagen, die gezielt und transparent auf den Verfassungsauftrag der Landwirtschaft – und damit auf die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen einer produzierenden Landwirtschaft – ausgerichtet sind. Die Auswirkungen eines verbesserten Direktzahlungssystems werden mithilfe von Modellrechnungen im Detail untersucht. Die Resultate zeigen ein unerwartet grosses Optimierungspotenzial. Mit den hier vorgeschlagenen Reformen können die gesetzten politischen Ziele im Rahmen des jetzigen Agrarbudgets erreicht oder sogar übertroffen werden – bei mittelfristig höherem Einkommen und höherer Nettoproduktion der Landwirtschaft. Damit wird die Landwirtschaft unabhängig von einer weiteren Öffnung der Märkte deutlich besser für die Zukunft gewappnet sein.

Mehr Informationen zum Buch, eine Kurzfassung in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch sowie ein wichtiges Korrigendum finden Sie hier.

 

Buchbestellung hier (Bestellflyer). Erhältlich im Buchhandel oder über das Vereinssekretariat ab dem 26.2.2010. Weitere Informationen zum Buch und zu den Pressestimmen hier.

Mitglieder von Vision Landwirtschaft erhalten 10% Rabatt auf den Preis im Buchhandel. Bestellungen per e-mail an sekretariat@visionlandwirtschaft.ch.

 

 

Referate für interessierte Kreise

Die Diskussionen um die Weiterentwicklung des Direktzahlungsmodells sind lanciert. Das Bundesamt für  Landwirtschaft BLW hat nun seinen Bericht in die Mühlen der Politik gegeben. Vision Landwirtschaft setzt sich mit dieser Thematik seit seiner Gründung intensiv auseinander. Zu den komplexen Fragen, welche Auswirkungen die Weiterentwickung des Direktzahlungsmodells auf unsere zukünftige Landwirtschaft hat und wie sich die Agrarreform 2015 gestalten wird, hat der Verein Vision Landwirtschaft Fakten und Tatsachen zusammengetragen. Andreas Bosshard, Geschäftsführer von Vision Landwirtschaft und Felix Schläpfer, Vizepräsident des Vereins, bieten interessierten Kreisen folgende Referate zu aktuellen Themen der zukünftigen Agrarpolitik an:

  • Die Schweizer Agrarpolitik aus wirtschaftlicher Sicht: Probleme und Lösungen (Referent Felix Schläpfer)

  • Synergien zwischen einer produzierenden Landwirtschaft und einer vielfältigen Kulturlandschaft (Referent Andreas Bosshard)

  • Optimierungsmöglichkeiten des Direktzahlungssystems (Referent Andreas Bosshard)
  • Artenvielfalt und Landwirtschaft (Referent Andreas Bosshard)

 
Weitere Referatsthemen finden Sie auch hier. Für Fragen weden Sie sich bitte an unser Sekretariat:  sekretariat@visionlandwirtschaft.ch.